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Die Frauenkirche in Dresden

Geistliches Leben und Gottesdienste
Kirchenmusik und Konzerte
Kantorei
ein Ort des Austausches
Besichtigung und Führung
Geschichte

Die Orgel
Frauenkirchenorganist Samuel Kummer
Frauenkirchenkantor Matthias Grünert
Orgelreihen an der Frauenkirche Dresden

Die Dresdner Frauenkirche ist nicht nur durch ihre Geschichte und ihr weltweites Friedenssymbol ein unvergleichbares Gotteshaus, sie besitzt auch eine eigene, ganz besondere Form des Gemeindelebens.


Geistliches Leben und Gottesdienste

Die Frauenkirche ist ein offenes Haus Gottes. Die Gemeinde der Kirche ist im Unterschied zu anderen Kirchen keine eigene, sondern wächst täglich aus den Menschen, die die Frauenkirche besuchen.

Die Frauenkirche lädt jeden Sonntag zu zwei Gottesdiensten ein, der Vormittagsgottesdienst beginnt um 11 Uhr mit vornehmlich vokaler, der abendliche um 18 Uhr mit instrumentaler Kirchenmusik. An jedem 3. Sonntag im Monat wird der 18-Uhr-Gottesdienst als Anglikanischer Gottesdienst in englischer Sprache gefeiert.


Kirchenmusik und Konzerte

Mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche ist nicht nur eine der bedeutendsten Sakralbauten wiedererstanden, sondern eine Kirche, die sich der Verpflichtung zur Pflege ihrer reichen Musiktradition bewusst ist. Um diese fortzuführen, entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Themenreihen, die das musikalische Leben in der Frauenkirche prägten, sei es der BACHzyklus, die Geistlichen Sonntagsmusiken, der Dresdner Orgelzyklus oder auch jüngere Reihen wie die Gesprächskonzerte für junge Leute und die Literarischen Orgelnächte bei Kerzenschein.

Als Sinnbild für den protestantischen Kirchenbau ist die Frauenkirche geradezu prädestiniert für eine intensive Pflege der Kirchenmusik. Damals wie heute ist sie wesentlicher Bestandteil des Lebens in der Frauenkirche. Die Architektur der Frauenkirche - Orgel zentral über dem Altar - weist in eindrücklicher Weise auf das protestantische Verständnis von Kirchenmusik hin: Musik als Verkündigung und Anbetung.

In der Nutzung der wieder aufgebauten Frauenkirche sollen ihrer historischen Funktion als Gotteshaus entsprechend, gottesdienstliche und kirchenmusikalische Veranstaltungen im Vordergrund stehen. Dabei wird ureigenste protestantische Kirchenmusik zur Aufführung gebracht: Neben der Musik Johann Sebastian Bachs werden auch die Werke des früheren Kreuzkantors und Frauenkirchenorganisten Gottfried August Homilius und anderer barocker Meister die Gottesdienste und kirchenmusikalischen Veranstaltungen bereichern.


Kantorei

Die Gesamtverantwortung der Kirchenmusik an der Frauenkirche trägt der Frauenkirchenkantor Matthias Grünert. Mit dem Großen Chor und dem Kammerchor leitet er zwei leistungsstarke Chöre und mit dem ensemble frauenkirche eine bemerkenswerte Instrumentalgruppe. In Absprache koordiniert er die kirchenmusikalischen Veranstaltungen und spielt die neue Orgel.

Ihm steht der Frauenkirchenorganist Samuel Kummer zur Seite, der hauptsächlich für die Pflege der Orgelmusik in der Frauenkirche verantwortlich ist.


Die Frauenkirche ist ein Ort des Austausches

Die Frauenkirche ist ein Ort der Begegnung und des Austausches. Daher werden in verschiedenen Veranstaltungsreihen Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft eingeladen, um über aktuelle Friedensfragen zu diskutieren. In Vorträgen und Lesungen wird die Botschaft der Frauenkirche – Brücken bauen, Versöhnung leben, Glauben stärken – mit verschiedenen Themen verknüpft. Sie sind herzlich eingeladen, Veranstaltungen der Reihen „Forum Frauenkirche“ und „Literatur in der Frauenkirche“ zu besuchen.


Besichtigung und Führung

Die Frauenkirche begrüßt all ihre Gäste, die sich an der Schönheit des Raumes erfreuen wollen und die Botschaft der Kirche in sich aufnehmen möchten. Seien Sie herzlich willkommen und treten Sie ein. Besichtigt werden kann die Kirche zu Zeiten der Offenen Kirche. Wer sich für eine geführte Besichtigung oder weiterführende Informationen interessiert, findet eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten sowohl im Kirchraum als auch im Besucherzentrum der Frauenkirche im Kulturpalast Dresden. Nutzen Sie aber auch die Gelegenheit, die wunderschöne Aussicht von der Aussichtsplattform zu genießen oder sich in einer informativen Ausstellung über die Geschichte und den Wiederaufbau der Frauenkirche zu informieren.


Geschichte

Bährs Kirche
1722 Ratsbeschluss für einen Neubau, Beauftragung von George Bähr
26.07.1726 offizielle Baugenehmigung, erteilt durch August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth
26.08.1726 Grundsteinlegung und Baubeginn
1729 Baubeginn der glockenförmigen steinernen Kuppel
28.02.1734 vorzeitige Weihe der Kirche
1736 Abschluss der Bauarbeiten an der Kuppel
1738 Nach ersten Bauschäden und dem Tod George Bährs Forderungen nach Abtragung der schweren steinernen Kuppel
27.05.1743 Vollendung des Baus

Zerstörung, Mahnmal und Wiederaufbau
15.02.1945 Einsturz der Kirche
13.02.1990 "Ruf aus Dresden - 13. Februar 1990"
4.01.1993 Beginn der Archäologischen Enttrümmerung
27.05.1993 Übergabe der Baugenehmigung am 250. Jahrestag der Fertigstellung der Kirche Bährs
27.05.1994 Offizieller Baubeginn (Erste Steinversetzung)
21.08 1996 Fertigstellung und Weihe der Unterkirche
13.02.2000 Übergabe des durch britische Spenden finanzierten Turmkreuzes durch seine königliche Hoheit, den Herzog von Kent
29.07.2001 Fertigstellung der Innenkuppel
4.05.2003 Glockenweihe
23.5.2003 Fertigstellung Hauptkuppel
22.06.2004 Wiederherstellung der äußeren Gestalt der Frauenkirche mit dem Aufsetzen der Laternenhaube einschließlich des Turmkreuzes
06/2005 Vollendung des Innenausbaus einschließlich der Ausmalung und Einbau der Orgel
30.10.2005 Weihe der wieder aufgebauten Frauenkirche Dresden

Orgelreihen an der Frauenkirche Dresden

Geistliche Sonntagsmusik
Der Kern der Kirchenmusik ist Verkündigung zu Ehren Gottes. In den Geistlichen Sonntagsmusiken wird diese Funktion auf besondere Weise erlebbar. Unter einem Motto stehend wird in den 14tägig stattfindenden Veranstaltungen der jeweilige Charakter des Sonntages musikalisch angedeutet. Hinzu treten Gedanken zu den Evangelien, Gebetsanliegen und Segenswünsche. Gastierende Ensembles, Vokal und Instrumentalsolisten und die Chöre der Frauenkirche werden besonders geistliche Werke – entsprechend der barocken Gestaltung der Frauenkirche – des Hochbarock musizieren. Wir möchten Ihnen eine abwechslungsreiche Mischung von Solokantaten, Geistlichen Konzerten, Kantaten, Chor- und Instrumentalmusik verschiedener Epochen bieten.
Seien Sie willkommen zu einer Stunde Musik und Gedanken zum Sonntag.

Dresdner Orgelzyklus

Mit der Weihe der Frauenkirche ist ein Dreigestirn großer Innenstadtkirchen entstanden, deren Orgeln nunmehr im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus im wöchentlichen Wechsel erklingen. Die Instrumente der Kathedrale, der Kreuzkirche und der Frauenkirche stammen aus den Werkstätten Gottfried Silbermann (1755), Gebrüder Jemlich (1963) und Orgelbau Kern (2005). Sie erklingen in einem Trialog im wöchentlichen Wechsel jeweils Mittwoch 20 Uhr. Somit wird es möglich, die drei Orgeln vergleichend zu hören und die verschiedenen Charaktere der Instrumente in den so konträren Kirchräumen zu erleben.

Die Organisten der Kathedrale, der Kreuzkirche und der Frauenkirche haben dazu ein umfangreiches Konzertprogramm zusammengestellt. Höhepunkt sind in jedem Jahr die Internationalen Dresdner Orgelwochen. In den Sommermonaten sind neben den Hausorganisten Gäste aus den USA, Großbritannien, Italien, Norwegen, Schweiz, Japan oder auch Frankreich zu hören.


Mit freundlicher Genehmigung der Stifttung Frauenkirche Dresden
Quelle Foto Frauenkirche: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AThe_Dresden_Frauenkirche.jpg
Foto der Frauenkirche: von Raul Corral (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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