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Die ev. Kirchengemeinde Johannes der Täufer in Kirchwistedt

700 Jahre Kirchengemeinde
Die Kirche
Kanzel, Apostel, Johannes der Täufer
Kirchturm und Turmuhr
Taufbecken, Brautstühle, Klingelbeutel
Die Kirchengemeinde
Die Orgel
Kontakt


700 Jahre Kirchengemeinde

Die Kirchengemeinde Kirchwistedt feiert vom Freitag, 1.Juni 2007 bis Sonntag, 3. Juni 2007 ihr 700-jähriges Jubiläum.

Die Gemeindegründung im Jahr 1307 geht auf eine Schenkung des Grafen Johan von Stotel an den ersten „Wicsteder“ Priester Johann zurück und ist in einer Urkunde aus dem 16. Jahrhundert belegt. Eine Chronik des ehemaligen Gnarrenburger Bürgermeisters Ernst Bayer wird die lange Geschichte der etwa 1300 Gemeindeglieder großen Kirchengemeinde auf der Grenze der beiden Landkreis Rotenburg und Cuxhaven aufarbeiten. Das über 300 Seiten umfassende Buch wird erstmalig am Freitag, 1. Juni bei einem Festakt in der Kirchwistedter „Johannes der Täufer“ Kirche angeboten.


Die Kirche

Sie wurde in drei Abschnitten gebaut.

1. Zunächst gab es eine kleine Kapelle mit gewölbter Decke und einem „Brauthaus“.

2. Vergrößert wurde sie im Westen, gemauert mit Feldsteinen und flacher Balkendecke. Wann das geschah ist nicht bekannt. Das Dach und die Decke wurden 1767 erneuert.

3. Die Kapelle im Osten wurde 1861 abgerissen und ein Anbau dem größeren Teil im Westen angeglichen. Die Wände sind mit Ziegelsteinen gemauert. Über der südlichen Eingangstür steht auf einer eisernen Tafel: „Ehre sei Gott in der Höhe. Dieser Anbau wurde fertiggestellt im Jahre 1861“


Die Kanzel
Sie stand bis 1861 auf einem 1,5 m hohen Pfeiler zwischen dem alten und neuen Teil. Bei dem Anbau wurde die sogenannte Altarkanzel gebaut. Der ehemals hölzerne Altar wurde schon 1720 aus Steinen gemauert.

Die 12 Apostelfiguren
Sie stammen aus der Zeit um 1520 und haben vor dem Anbau hinter dem Altar an der Wand gestanden. 1861 wurden sie an den neuen Emporen befestigt.

Johannes der Täufer
Seine Figur steht an der Südseite zwischen den Fenstern. Nach ihm ist die Kirchengemeinde benannt.


Der Kirchturm
Er wurde 1894/95 gebaut. Er ist 28,87 m hoch. Das Dach aus schwarzen Schieferplatten und die mit Dukatengold vergoldete Bekrönung wurde im Jahre 1992 erneuert. Im Zuge dieser Renovierung wurden in der Kugel Aufzeichnungen gefunden über die Reparatur des Kirchturms im Jahre 1947 und eine Beschreibung der Verhältnisse nach dem 2. Weltkrieg. Diese wurden ergänzt und wieder in die Kupferrolle eingelötet.

Die Turmuhr
Sie wurde 1912 für 1.650,- Mark von der Uhrenfabrik Weule in Bockenem gekauft für den im Jahre 1894/95 erbauten neuen Kirchturm. Sie konnte gekauft werden aus einem Legat Martin Böschens in Kirchwistedt. Sie muss wöchentlich aufgezogen werden und obwohl jetzt 90 Jahre alt, geht sie noch ganz genau. Auf einem der Zifferblätter steht: „pereunt et imputantur“ , übersetzt: „wir ziehen dahin und werden dazugezählt.“



Das Taufbecken
Es ist aus Glockenmetall gegossen. Auf dem Rand steht „ Anno 1402 wer glaubt und getauft wird „. Der Kessel wird von den vier Evangelisten getragen. Der Taufkerzenständer aus Eisen wurde von der Kunstschmiede Ostereistedt angefertigt und am Pfingstsonntag 1998 in den Dienst genommen.

Die Brautstühle
Beide sind im Jahre 1990 aus Eichenholz von den Sittenser Möbelwerkstätten hergestellt.

Der Klingelbeutel
Er wurde hier 1655 eingeführt. Der jetzige Klingelbeutel ist ein sehr altes Stück. Die Klingel und der Ring mit der Inschrift: „Zur Ehre Gottes und der Kirchen Zierrat. Carsten Mollenhauer, Hamburg“ sind aus Silber. In dem ersten Beutel war die Jahreszahl 1708 gestickt. Letztmalig wurde der Beutel im Jahre 1936 erneuert.


Die Kirchengemeinde
Die Kirchengemeinde Kirchwistedt hat etwa 1300 Gemeindeglieder. Zu ihr gehören die Orte Brillit, Volkmarst, Kirchwistedt, Altwistedt, Ahe und Stemmermühlen. Das Gemeindehaus in Brillit (Baujahr 1963) wird ebenfalls sonntäglich als Kirche genutzt. In der Gemeinde sind über 100 Ehrenamtliche tätig. Besonders erwähnenswert: Die vollständig eigenständige Seniorenarbeit mit monatlichem Vortragsprogramm und Freizeiten sowie der Gospelchor Toowonder, der weit über die Grenzen von Kirchwistedt hinaus Konzerte gibt. Die Gemeinde feiert am letzten Sonntag im Monat einen modernen Gottesdienst unter dem Titel „Das Kirchensofa“ mit Talkrunde, Sketch und Gemeindeaktion. Die Kirchwistedter mögen „ihre Kirche“ und zeigen dies auch durch eine zahlreiche Beteiligung an Gemeindeveranstaltungen


Kontakt

Pfarrbüro
Heidrun Lubitz (Donnerstag 14 - 18 Uhr)
Hauptstr. 9
27616 Kirchwistedt
Telefon: 0 47 47 / 87 28 88
Fax: 0 47 47 / 87 28 88

Email: kirchwistedt@kkbz.de

Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
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