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| - Gemeindebereich - Köln - Stankt Peter |
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Die Gemeinde von St. Peter zu Köln
Die Kunst-Station
Der Raum
Die Orgeln
Die Kunst-Station Sankt Peter
1987 gründete Friedhelm Mennekes die Kunst-Station Sankt Peter als Zentrum für zeitgenössische Kunst und Musik. Seitdem finden hier Ausstellungen der Gegenwartskunst und Konzerte Neuer Musik statt. Gerade der neu gestaltete Sakralraum mit seinem Charakter der Leere bietet vielfältige Begegnungsmöglichkeiten für die in der Tendenz autonomen Kulturbereiche unserer Zeit: Religion, bildende Kunst und Musik. Kunst und Musik werden hier nicht mehr als irgendeine Art Verlängerung von Religion verstanden, sondern als frei und eigenständig.
Der Charakter der zeitgenössischen Musik wird zunächst bestimmt von den beiden Orgeln für Neue Musik mit ihren 104 Registern und ihrer neuzeitlichen Klanglichkeit. Sodann ist es in Kreis von zeitgenössischen Musikern, der sich hier regelmäßig zu Konzerten mit neuer Musik zusammenfindet und vor einem interessierten Publikum neuartige Kompositionen präsentiert.
Auf hohem Niveau und in beispielhafter Offenheit macht also die Kunst-Station Sankt Peter einen interkulturellen Austausch zwischen Religion, Kunst und Musik möglich.
Der Raum
Wer Sankt Peter betritt, erlebt einen Sakralraum von neuer Art. Für viele Menschen ist die Kirche ungewohnt karg und leer. Das hat seinen Grund: Der Mensch von heute, wo immer er geistig verankert ist, darf hier seinen Raum erleben. Denn der Raum des Menschen ist seine Freiheit. Hier kann er seine Erfahrungen ordnen und am Ende selbst-entfaltend wohnen. Neben den physikalischen Räumen gibt es den Vorstellungs- und Bewusstseinsraum, den künstlerischen Raum, den sakralen Raum. Zwischen ihnen und in ihnen ist die Leere. Diese formale Raumbestimmung wird inhaltlich interpretiert durch das Handeln, sprich das Einrichten durch den Menschen. Solches Einrichten setzt ein Freiräumen vorraus. Nur über diese Handlung kann es zum Einräumen kommen. Der moderne Kirchenbesucher begreift die erlebte Atmosphäre zunächst ästhetisch. Der Raum rührt ihn persönlich an. Das macht den Raum aber noch nicht sakral. Gleichwohl unterstützt die so verstandene Raumatmosphäre das, was der Glaubensvollzug der feiernden Gemeinschaft als sakral versteht. Die Leere bringt den Besucher zur Verwunderung und zwingt ihn zur Auseinandersetzung: Was ihm fehlt, muss er selbst ein-räumen. Er benötigt die vorhandenen kulturellen Strukuren in Wort, Bild und Ton, um seine Gefühle zu formen und zu äußern. Zur Anregung gehören nicht nur das Angebot des Wortes Gottes, die sakramentale Feier der religiösen Geheimnisse, meditatives Schweigen und Anbetung, sondern auch Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Vorträge, Gespräche. Zu den Veranstaltungen werden für den Kirchenbesucher Stühle aufgestellt. Gewissermaßen als ein Teil der Liturgie räumt die Gemeinde diese nach der Messe selbst wieder weg. Auch im sakralen Raum ist alles im Fluss.
Mit freundicher Genehmigung der Kirchengemeinde
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