|
|
| - Gemeindebereich - Korschenbroich - St. Andreas |
<< zurück |
St. Andreas zu Korschenbroich

Der Heilige Andreas ...
Ansprechpartner/Kontakt
Die Orgel
Der Heilige Andreas und die Korschenbroicher Apostelpfarre
Nach den Quellen des Neuen Testaments ist Andreas (griech.: der Mannhafte) ein Bruder von Simon, dem späteren Apostel Petrus. Er stammte aus Betsaida in Galiläa und lebte als Fischer in Kafarnaum am See Genezareth.
Nach dem Johannes-Evangelium gehörte Andreas zunächst zu den Johannes-Jüngern, wurde dann aber zu einem der erstberufenen Jünger Jesu. Nach späteren Überlieferungen soll Andreas in Pontos, Bithynien, südlich des Schwarzen Meeres sowie in den Donauländern, in Thrakien und Griechenland missioniert haben. Die Legende aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. überliefert sein Martyrium am 30. November des Jahres 60. Seine Hinrichtung erfolgte an einem Kreuz mit schrägen Balken, das seither Andreaskreuz genannt wird. In den meisten Darstellungen wird der Hl. Andreas mit dem schrägen Kreuz gezeigt. Im übrigen wird das Andreaskreuz auch als Verkehrszeichen an Bahnübergängen verwendet.
Seit wann Korschenbroich als Pfarre dem Hl. Andreas zu geschrieben wird, lNiederrhein häufig anzutreffen waren (z.B.. in Neuss-Norf, Lich-Steinstrass, Setterich, Heinsberg-Eschweiler) und dass der dem Rheinland sehr verbundene Kölner Erzbischof Gero, der 974 n. Chr. die Abtei in Mönchengladbach gründete, im gleichen Jahr die dem Hl. Andreas gewidmete Kirche in Köln konsekrierte. Sowohl die Kölner Kirche als auch die Mönchengladbacher Abtei erhielten in der Folge Arm-Reliquien des Hl. Andreas: Die Kölner Reliquie wurde 1257 von der Hl. Irmgardis von Rom an den Rhein gebracht und dem Kölner Stift geschenkt, den Mönchengladbacher Andreas-Reliquien (Armreliquie und Partikel vom Kreuz) wurde in der Krypta der Münsterkirche ein eigener Andreas-Altar zugeordnet. Von der Mönchengladbacher Reliquie stammt auch die in Korschenbroich verehrte Andreas-Reliquie.
Bremer vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Andreastag (dem 30. November) als mittelalterlichem Zinstag für alle zum Kölner Stift St. Gereon gehörenden Güter, zu denen auch auf Korschenbroicher bzw. Millendonker Gebiet einige Anwesen gehörten, u.a. das nahe der Kirche gelegene Gut Sivart, auf dessen Gebiet möglicherweise sogar der erste Kirchbau erfolgte. Allerdings müsse die Andreas-Benennung schon aus der Zeit vor der gereonschen Grundherrschaft bestanden haben, so Bremer, ansonsten sei vermutlich der Hl. Gereon zum Pfarrpatron bestimmt worden. Ein Pfarrsiegel mit dem Bild des Hl. Andreas wurde für die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts nachgewiesen. In späteren Jahrhunderten benutzten auch die Schöffen der Gegend, denen vor allem die Beurkundung von Verträgen oblag, das Siegel mit dem Bild des sitzenden Pfarrpatrons, der links ein Buch und rechts ein kleines Andreaskreuz hält. Im Wappen der Gemeinde Korschenbroich hat das Bild des Heiligen Andreas, das im unteren Teil ergänzt wird durch die Balken aus dem Wappen des Millendonker Herrschergeschlechts derer von Mirlar, zwischen 1950 und l977 - noch einmal politische Verwendung gefunden.
aus dem Buch „St. Andreas Korschenbroich“
mit freundlicher Genehmigung der Autorin: Dr. Rita Mielke
nach oben
Ansprechpartner/Kontakt:
Unser Pfarrbüro erreichen Sie wie folgt:
St. Andreas Korschenbroich
Frau Monika Neumann
Kirchplatz 3
41352 Korschenbroich
Telefon: 02161/ 64 10 13
Telefax: 02161/ 61 17 4
E-Mail: pfarramt.korschenbroich(at)gdg-korschenbroich.de
Webseite: www.gdg-korschenbroich.de
Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
|
|