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Die Gemeinde der Neuapostolischen Kirche Gemeinde Marl-Brassert

Geschichte der Gemeinde
Die Pfeifenorgel


Geschichte der Gemeinde
Die Gemeinde Marl-Brassert: von 1913 bis heute

Im August 1913 übersiedelten aus der Gemeinde Gelsenkirchen-Erle Diakon Fritz Potschwadeck und Johann Krupka mit ihren Familien nach Marl-Brassert. Sie versammelten sich in der Wohnung des Diakons in der Haardtstraße 13a zu den ersten Gottesdiensten und gründeten somit die erst neuapostolische Gemeinde in Marl. Die seelsorgerische Betreuung übernahm der Bezirksälteste Kaiser aus Recklinghausen bis im Jahre 1920 Diakon Potschwadeck das Priesteramt bekam. Am 23. April 1922 wurden durch Stammapostel Niehaus im neuen Versammlungsraum an der Bonifatiusstraße weitere 22 Seelen versiegelt. Am 16. November 1924 ordiniert Apostel Hermann Dietrich Magney weitere Amtsgaben. Diakon Johann Michalowitz wurde Priester und erster Vorsteher der Gemeinde Brassert. Da die Gemeinde an Mitgliedern stark gewachsen war wurden die Gottesdienste in den Kinosaal der Goetheschule verlegt. Am 21.November 1928 empfing Christov Sümmerer das Priesteramt und übernahm als Vorsteher die Leitung der Gemeinde. Er wohnte in einer Zechenhaushälfte in der Mittelstraße 10, wo in den unteren Räumen und später auch in zwei Räumen des Nachbarhauses fast 30 Jahre lang die Gottesdienste stattfanden. Als Evangelist Bernhard Kötting aus der Gemeinde Marl-Hüls am 12. Dezember 1954 die Aufgabe des neuen Vorstehers für Brassert übernahm, war die Gemeinde auf eine Mitgliederzahl herangewachsen, für die das kleine Wohnhaus nicht mehr ausreichte. Zuletzt wurden sonntags vier Gottesdienste gehalten, um alle Glaubensgeschwister bedienen zu können. So wurde dann ein geeignetes Grundstück für den Bau eines Kirchengebäudes gesucht. Nach einjähriger Bauzeit wurde am 1. August 1957 an der Bogenstraße Nr. 23 durch Bezirksapostel Walter Schmidt das neue Haus eingeweiht. Er hat diesem Gotteshaus den Namen "Haus zum guten Hirten" gegeben. Mit 355 Sitzplätzen ist diese Kirche bis heute die größte der fünf neuapostolischen Kirchen in unserer Stadt.

Als einzige der fünf neuapostolischen Gemeinden in Marl hat die Gemeinde Marl-Brassert eine Pfeifenorgel.

Im Juni 1961 erkrankte Evangelist Bernhard Kötting schwer. Bezirksevangelist Rudolf Lucaß aus Herten übernahm vorübergehend die Pflege der Gemeinde, bis am 19. Juli 1962 Priester Werner von Fintel zum Vorsteher eingesetzt wurde. Während seiner fast 28jährigen Tätigkeit wuchs die Gemeinde auf über 300 Mitglieder an. Am 15. April 1990 setzte Apostel Hermann Magney Priester Werner von Fintel in den Ruhestand, ordinierte Priester Ralf Hüging zum Evangelisten und gleichzeitig zum neuen Vorsteher. Nachdem 1992 schon umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten erforderlich waren, u. a. wurde auch die Mendel-Orgel überholt, erfolgten auch im Jahr 2001 weitere Reparaturmaßnahmen. Mitte des Jahres 2002 wurde Bezirksevangelist Hans-Günter Zawada Nachfolger von Vorsteher Hirte Ralf Hüging.

Am 18. Januar 2007 wurde durch Apostel Christian Schwerdtfeger Priester Detlef Kwasny aus der Gemeinde Marl-Hamm als Vorsteher beauftragt und mit der Leitung der Gemeinde Marl-Brassert betraut. Nach teilweiser Erneuerung des Dachstuhles und weiterer umfangreicher Reparaturarbeiten wurde in der Brasserter Kirche am 29. Juli 2007 durch Bischof Hans-Joachim Schwerdtfeger zur Wiedereröffnung ein Festgottesdienst gehalten, der auch gleichzeitig an den Kirchenbau vor 50 Jahren erinnern sollte.

Zusammengestellt von Werner M. Tappe


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
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