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Orgelfest Ottobeuren

Zusammen mit Kunst und Kultur hat auch die Orgelbaukunst in Ottobeuren eine ganz besondere Tradition mit Ausstrahlung weit über die süddeutschen Lande hinaus. Da gibt es bedeutsame Beziehungen zwischen den Orgelmeistern von Ottobeuren zur Familie Silbermann, aber auch ganz geschmackvolle und ungewöhnliche Beziehungen von Ottobeuren nach Burgund, Geschichten von Orgeln, Wein und Bier. Geschmackvoll in soweit, dass der Bodensee-Spätburgunder dank dem Ottobeurener Orgelbaumeister Karl Joseph Riepp im 18. Jahrhundert von Ottobeuren über Salem seinen Weg an den Bodensee gefunden hat.

Hier in Ottobeuren wurde Karl Joseph Riepp 1710 geboren, hier in Ottobeuren hatte Johann Nepomuk Holzhey (geb. 1741) seine Werkstätte, und hier in der Basilika in Ottobeuren steht mit insgesamt 197 Registern und über 10.000 Pfeifen eine der größten und interessantesten Orgelanlagen der Welt. Hinzu noch ein ganz besonderes Orgelwerk in der evangelischen Kirche. Ja, das kleine Ottobeuren hat einen großen und klangvollen Namen in der internationalen Orgelwelt, und jeder Organist träumt von einem Besuch in Ottobeuren, einmal die Orgeln zu hören, oder besser; einmal auf diesen Orgeln spielen zu dürfen.

Kein Wunder also, dass das „Orgelfest Ottobeuren“ eine internationale Marke geworden ist, und allein in den letzten 5 Jahren waren rund 200 Studenten und Organisten Ende September in Ottobeuren zum Orgelfest. Nicht nur aus Deutschland, die Teilnehmer kommen aus Italien, Korea, USA, Israel, Frankreich, Schweden, Mexiko, der Schweiz, Griechenland, Japan, Ungarn, Brasilien, Polen, Spanien, Russland, Österreich. Ein Fest der Orgelklänge, ein Fest von Raum, Kunst und Kultur, wie man es eben nur in Ottobeuren erleben kann.

Die sind es die großen Namen bei den Dozenten vom Orgelfest Ottobeuren:

2003 Prof. Dr. Ton Koopman, Amsterdam
2004 Prof. Olivier Latry, Paris
2005 Prof. Jürgen Essl, Stuttgart
2006 Prof. Michael Kapsner, Weimar
2007 Prof. Harald Vogel, Bremen
2008 Prof. Dr. Ewald Kooiman, Amsterdam

Berühmte Namen der Orgelwelt, und neben dem Unterricht gibt es Vorträge, Exkursionen und natürlich Konzerte.

In diesem Jahr beginnt das Orgelfest Ottobeuren am 20. September mit einem Orgelkonzert von Jean-Baptiste Robin aus Paris. Begrüßung der Kursteilnehmer ist am Mittwoch, 24. September, um 9:30 Uhr durch Bürgermeister Bernd Schäfer und dann wird gelernt, studiert und natürlich viel geübt. Darum geht´s. Die Kursteilnehmer erhalten tagsüber Unterricht an den Instrumenten, und dazwischen und nachts wird geübt. Öffentliches Abschlusskonzert der Teilnehmer ist am Sonntag morgen um 10:45 Uhr in der evangelischen Kirche. Prof. Kooiman spielt am Samstag, 27. September, um 16 Uhr ein Konzert mit Werken von Couperin, Grigny und Widor.

In einer Exkursion in die Umgebung von Ottobeuren erfahren die Teilnehmer am Samstag einiges über die Geschichte und Orgelwelt Schwabens und Oberschwabens und selbstverständlich darf auch ein Besuch der alten Werkstätte von Holzhey und der Weinstube Riepp nicht fehlen.

Noch Größeres steht bereits für das Orgelfest 2009 auf dem Programm zum 200. Todestag von J.N. Holzhey. Ein internationales Symposium mit Vorträgen, und Konzerten vom 16. bis 20. September.

Programm Orgelfest Ottobeuren 20. – 28. September 2008:
Samstag, 20. September: 16 Uhr Orgelkonzert mit Jean-Baptiste Robin, Paris
Mittwoch bis Samstag: Orgelmeisterkurs mit Prof. Dr. Ewald Kooiman, Amsterdam
Donnerstag, 19:30 Uhr: Gottesdienst in der Basilika mit besonderer Orgelmusik
Samstag, 27. September: 9 bis 15 Uhr: Orgelexkursion, 16:00 Orgelkonzert Prof. Kooiman i.d. Basilika
Sonntag, 28. September: 10:45 Orgelmatineekonzert der Kursteilnehmer in der evangelischen Kirche