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Die Orgel in der evangelische Kirche St. Urbanus, Dorum
Orgelhistorie
Disposition
Orgelmusik zur Marktzeit
Die Dorumer Orgelhistorie
Im Jahre 1578 wird in Dorum die erste Orgel erwähnt, über die aber leider nichts weiter bekannt ist. Schon 1606 wurde eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die Antonius Wilde bauen sollte. Leider ist auch hier nicht bekannt, wer diese Orgel letztendlich gebaut hat und wie die Orgel disponiert war Die dritte Orgel wurde dann 1765 von Matthias Schreiber aus Glückstadt gebaut. Von dieser Orgel ist heute nur noch der Prospekt erhalten, der auf der extra für diese Orgel erbauten Empore (Westwerk) steht. Die Schreiber - Orgel scheint bis 1904 ihren Dienst getan zu haben, erst dann ist der Neubau einer Orgel im historischen Prospekt von M. Schreiber überliefert. Dieser Neubau wurde von der Orgelbaufirma Furtwängler und Hammer ausgeführt und stand bis 1964 in Dienst.
1964 wurde dann die Orgelbaufirma Hillebrand beauftragt eine neue Orgel in den historischen Prospekt hineinzubauen. Dieses geschah in drei Bauabschnitten bis 1984. Diese Orgel verfügte über 21 klingende Stimmen auf 2 Manualen und Pedal. 2004 wurde die Orgel auf Betreiben des Kreiskantors Ingo Hoesch überarbeitet (klanglich und technisch). Bei dieser Arbeit wurde die Quintade 16´Fuß des Hauptwerkes umgebaut zu einem Gedackt 16´Fuß. Die Mixtur im Hauptwerk, die bis dato 4-6fach war, wurde durchgehend auf 4fach reduziert. Die Sesquialtera im Hauptwerk wurde geopfert, dafür aber eine Rohrflöte 8´ Fuß und eine Flöte 4´ Fuß neu eingebaut.
Die wichtigste Neuerung neben der Veränderung der Disposition auf nun 22 klingende Stimmen ist die Neuintonation auf „Bach nach Kellner“.
Johann Sebastian Bach hat für sein „Wohltemperiertes Klavier“ eine Stimmung von Werkmeister modifiziert, in der sechs Quinten rein gestimmt und sechs Qiunten nicht ganz rein gestimmt wurden. Damit erhielt Bach eine „wohltemperierte Stimmung“ (nicht zu verwechseln mit unserer heutigen „gleichstufig temperierten Stimmung“), die in keiner Tonart zu „schlecht“ geklungen hat, aber jeder Tonart ihren eigenen Charakter gab. Dieses Temperierungsmodell wurde 1975 von Herbert Anton Kellner wieder entdeckt und als Klangkonzept der neobarock disponierten, sich im historisch - barocken Prospekt zeigenden Dorumer Orgel zugrunde gelegt.
Disposition der Orgel in Dorum
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HW
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BW
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Pedal
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Gedackt 16´
Principal 8´
Rohrflöte 8´
Oktav 4´
Flöte 4´
Oktav 2´
Quinte 2 2/3´
Mixtur 4f
Trompete 8´
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Gedackt 8´
Principal 4´
Spitzflöte 4´
Waldflöte 2´
Siffloit 1 1/3`
Scharff 3f
Krummhorn 8´
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Subbaß 16´
Oktav 8´
Oktav 4´
Mixtur
Posaune 16´
Trompete 8´
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Koppeln: I/II; I-Ped / II-Ped
Stimmung: Bach Kellner
Überarbeitet: Juni November 2004
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