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Die Orgel der evangelischen Reformationskirche in Bad Schwalbach

Reformationskirche
Disposition


Reformationskirche
Im Jahre 1817 ist zum ersten Mal eine Orgel in der Reformationskirche nachweisbar.

1839 wird ein von der Orgelbauwerkstatt Voigt, Karlsruhe, neu erbautes Orgelwerk wird im Rahmen eines Gottesdienstes eingeweiht.

Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann entwirft 1903 den Prospekt für eine neue Orgel, die in der Kirche auf der zusätzlich eingebauten zweiten Empore eingebaut werden sollte. Die Ludwigsburger Orgelbaufirma Walcker baut 1913 nach den Plänen des Orgelbauers Voigt ein neues zweimanualiges Werk mit pneumatischer Traktur . Für den Prospekt nimmt die Firma den Entwurf Hofmanns aus dem Jahre 1903.

Um 1950 ist man eher wieder bestrebt, den hellen und klaren Klang der Barockorgel wiederzugewinnen, daher erfolgt ein Klangumbau des Instrumentes durch den Bleidenstädter Orgelbauer Katzer.

Schon in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts zeichnet sich ab, dass die Orgel im Gewölbe der 2. Empore wegen der Einflüsse einer neu eingebauten Gebläseheizung in der Kirche ohne grundlegende Maßnahmen nicht zu retten ist. Die Kirchengemeinde entschließt sich deshalb zum Bau einer neuen Orgel im Altarraum.

Die Licher Orgelbauwerkstatt Förster&Nicolaus errichtet das neue, vollmechanische Instrument links neben dem Altar. Es umfasst 16 Register auf Hauptwerk, Brustwerk und Pedal. Das Gehäuse der Walcker/Katzer-Orgel auf der Empore blieb jedoch fast noch 30 Jahre erhalten.

2005 wurde die Förster&Nicolaus-Orgel im Zuge der Kirchenraumrenovierung erstmalig von der Erbauerfirma komplett gereinigt und mit einem neuen Register (Pedaltrompete anstelle eines Nachthorns) ausgestattet. Sie gewann dadurch an Farbigkeit und Fundament des Klanges.


Die Disposition:

Hauptwerk (I) Brustwerk (II) (schwellbar) Pedal
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Gemshorn 2'
Mixtur
Oboe 8'

Normalkoppeln
Gedackt 8'
Rohrflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Prinzipal 2'
Terz 1 3/5'
Zimbel

Tremulant
Subbass 16'
Oktave 8'
Hohlflöte 4'
Nachthorn 2' *

* im Laufe der Orgelrenovation 2004 ersetzt durch: Trompete 8’