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Die Orgel der Coudray-Kirche Rastenberg

Geschichte
Disposition

Geschichte

Die Schulze-Orgel in der Evangelischen Kirche zu Rastenberg wurde 1826/1827 durch Johann Friedrich Schulze (Paulinzella) erbaut. Am 23. September 1827 fand die Einweihung statt.

Das Instrument besitzt 25 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Die Bestandteile der Orgel sind größtenteils original erhalten, was sie besonders wertvoll macht. Vom Architekten der Kirche, Clemens Wenzeslaus Coudray, wurden auch die Entwürfe für den Orgelprospekt angefertigt.

Johann Friedrich Schulze schlug zwei mögliche Dispositionen vor, die in dem o. g. Buch „Damit die Gemeinde zu Rastenberg...“ näher beschrieben werden. Als Orgelsachverständiger wurde der Weimarer Professor Johann Gottlob Töpfer hinzugezogen. Nach dessen Vorschlag wurde die zweite Disposition größtenteils umgesetzt, mit ein paar Abänderungen.

Das Pfeifenwerk ist bis heute größtenteils original erhalten, allerdings in sehr schlechtem Zustand, die Pfeifen sind teilweise deformiert, umgeknickt, eingerissen, einige wurden mit Isolierband stabilisiert.

Folgende Änderungen wurden im Laufe der Zeit vorgenommen

  • Das Register Posaune 16' wurde im Jahr 1889 entfernt, nach den Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern war Wurmbefall der Grund dafür. Lediglich die Stiefel sind noch vorhanden.
  • Ebenfalls 1889 wurde im Oberwerk das Register Oktave 2' entfernt und durch die Aeoline 8' ersetzt.
  • 1926/27 bekam die Orgel neue Prospektpfeifen, die aus Zink gefertigt wurden.
    Aus einer Rechnung im Pfarrarchiv geht hervor, um welche Register es sich dabei handelte: „Principal 8' und Octave 4' im Hauptwerk, Octave, Principal 4' Oberwerk sowie eine kleine Anzahl Pfeifen Geigen Principal 8' im Oberwerk“

Durch den natürlichen Verschleiß und durch jahrelange Staubeinwirkung ist der Orgelinnenraum stark verschmutzt. Putzstücke, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg von der Decke abgelöst haben, liegen in den Holzpfeifen und auf der Pedalwindlade. Zur Zeit ist die Orgel noch spielbar, wenn auch mit vielen Einschränkungen.


Disposition

I Hauptwerk II Oberwerk Pedal
Prinzipal 16' Bordun 16' Principalbaß 16'
Hohlflöte 8' Geigenprincipal 8' Subbaß 16'
Praestant 8' Liebl. Gedackt 8' Violon 16'
Viol di Gamba 8' Floetraversa 8' Principalbaß 8'
Gemshorn 8' Salicional 8' Violon 8'
Oktave 4' Aeoline 8' (Posaune 16')
Flöte 4' Praestant 4'
Oktave 2' Flauto dulcis. 4'
Cornett 4fach Scharff 5fach. 4
Mixtur 6fach

Koppeln: Manual-Coppel; Pedal-Coppel

(Calcantenzug)
Beim Calcantenzug und der Posaune 16' existieren nur noch die Registerzüge, deshalb die Klammern

Mit freundlicher Genehmigung des Orgelförderverein Rastenberg (Carolin Schaback)
Fotos: F. Koch - mit freundlicher Genehmigung des Orgelfördervereins
OI-R-25
weiterführende Links

Webseite Orgelförderverein Rastenberg
Informationen zur Pfeifenpatenschaft



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