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Die Orgel in St. Marien Sulzbach (Hühnerfeld)

Zur Geschichte des Instruments
Disposition
Zur Geschichte des Instruments:

Traurige Geschichte mit Happy End

Die Orgel der katholischen Pfarrkirche St.Marien Hühnerfeld wurde im Jahr 1930 vom saarländischen Orgelbauunternehmen Hock erbaut, das in Saarlouis ansässig war. Dieses Instrument ist zum einen eine der größten Orgeln, die diese Firma je gebaut hat, zum anderen auch das letzte Instrument.

Das „Innenleben der Orgel“ steht zum Großteil im an der Kirche angebauten Glockenturm. Durch Grubensenkungen geriet der Glockenturm in leichte Schieflage und man befürchtete, so jedenfalls die offizielle Begründung, Schäden am Instrument. Eine andere saarländische Orgelbaufirma wurde damit beauftragt, das Instrument vor diesen befürchteten Schäden zu schützen. So wurden die Pfeifen, die sich hinter dem Orgelprospekt befanden, vollständig herausgeräumt und wieder an der Seite aufgebaut. Außerdem wurde aus die ursprünglich romantisch disponierte Orgel zu einer Barockorgel umgebaut, indem manche Register ausgetauscht und vereinzelt auch Pfeifen durchgeschnitten wurden.

Die „Renovierung“ wurde im Jahr 1959 abgeschlossen. Der damaligen Orgelsachverständige des Bistums Trier war zunächst voll des Lobes, forderte aber bereits 10 Jahre später den Abriss des Instruments, dessen Zustand sich in den darauffolgenden Jahren rapide verschlechterte.

Ende der 1990er Jahre wurde der Zustand schließlich so problematisch, dass von Seiten der Pfarrei eine Lösung überlegt werden musste. Im Jahr 2006 wurde die Orgel stillgelegt und von unterschiedlichen Orgelbaufirmen begutachtet. Bis auf eine Ausnahme rieten alle Firmen, die sich das Instrument anschauten, zum Abriss und Neubau, was für die Pfarrei aber nicht bezahlbar gewesen wäre.
Die Orgelbaufirma Gaida aus Wellesweiler machte den Vorschlag, das Instrument wieder weitestgehend in seinen Urzustand zurückzuversetzen, was dann auch mithilfe einer großangelegten Spendenaktion und Gründung eines Orgelbauvereins in den darauffolgenden Jahren getan wurde. Ende 2009 war das Instrument wieder mit all seinen Registern vollständig spielbar. Letze Sanierungsarbeiten am Prospekt wurden Anfang 2010 zu Ende geführt.
Dann kam allerdings im Frühjahr 2010 die Information des Bistums Trier, dass lange beantragte Mittel bewilligt würden und man die Kirche nun renovieren dürfe. So musste die kürzlich renovierte Orgel erneut teilweise abgebaut und eingepackt werden, um sie vor Schäden durch Staub, der bei den Bauarbeiten entsteht, zu schützen. Im Dezember 2010 wurde die Marienkirche in Hühnerfeld schließlich wieder eröffnet und die nun wieder aufgebaute Orgel mit einem feierlichen Gottesdienst geweiht.

(Daniel Kopp)

Disposition
1930, Orgelbau Hock
2010 Restauierung Orgelbau Gaida

I.Hauptwerk II. Schwellwerk III. Schwellwerk Pedal
Bourdon 16’ Nachthorn 8’ Flötenprinzipal 8’ Violon 16’
Principal 8’ Quintade 8’ Gamba 8’ Subbass 16’
Flöte 8’ Praestant 4’ Aeoline 8’ Oktavbass 8’
Salicional 8’ Blockflöte 4’ Vox coelestis 8’ Gedacktbass 8’
Oktave 4’ Quinte 2 2/3’ Krummhorn 8’ Choralbass 4’
Rohrflöte 4’ Piccolo 2’ Pedalmixtur 2 2/3'
Mixtur 4-fach Terz 1 3/5’ Posaune 16’
Trompete 8’ Oboe 8’




Koppeln: Koppeln: Koppeln: Koppeln:
I-II, I-III, Super II, Sub III, Super III II-III, Super II, Sub II, Sub III SupIII, Super III I-Pedal, II-Pedal, III-Pedal, Super I-Pedal, Super II-Pedal, SuperIII-Pedal

Traktur: Elektropneumatisch

Spielhilfen:
Elektronische Setzanlage zum Abspeichern von bis zu 4000 unterschiedlichen Registerkombinationen
Transposer
Tutti-Auslöser
Schweller für II. und III. Manual
Crescendopedal (Fußtritt zum Ein- und Ausschalten)

Fotos und Texte mit freundlicher Genehmigung von Daniel Kopp
OI-S-59



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