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Internationaler Mainzer Orgelwettbewerb 2010
vom 10. bis 16. Oktober 2010

Durchführung
Teilnahmebedingungen und Anmeldung
Jury und Wettbewerbsleitung
Allgemeine Informationen und Preise


Durchführung
Der Wettbewerb findet mit einer Vorauswahl und drei Durchgängen an der Goll-Orgel der Hochschule für Musik Mainz und der Cavaillé-Coll-Orgel von St. Bernhard Mainz-Bretzenheim statt. Die Dispositionen der Instrumente können Sie auf unserer Webseite http://www.musik.uni-mainz.de herunterladen.

Vorauswahl:
Joh. Seb. Bach: aus der „Clavierübung“ Allein Gott in der Höh BWV 676
Max Reger: Toccata in d-Moll aus op. 59
Olivier Messiaen: aus dem „Livre Du Saint Sacrement: No. 7 „Les ressucités et la lumière de la Vie“
oder: Petr Eben: aus Hiob: Nr II „Faith“

1. Runde – Goll-Orgel (11. und 12. Oktober 2010, Orgelsaal der Hochschule für Musik Mainz)
Georg Muffat: Toccata Ottava oder Toccata Decima
Joh. Seb. Bach: Triosonate BWV 527 oder BWV 528
Johannes Brahms: Präludium und Fuge g-Moll WoO 10

2. Runde – Cavaillé-Coll-Orgel (14. Oktober 2010, St. Bernhard Mainz)
César Franck: Prélude Fugue et Variation op. 18
Eugène Gigout: Scherzo E-Dur (aus „Dix Pièces“)
Rorbert Schumann: aus Skizzen für den Pedalflügel op. 58 Nr. 3 f-Moll
Louis Vierne: aus 24 Pièces en style libre, op.31, 1 Cortège

Finalrunde: Goll-Orgel (16. Oktober 2010, Orgelsaal der Hochschule für Musik Mainz)
Werk für Orgel und Blechbläsersextett
(Komposition wird den ausgewählten Teilnehmern zugesandt)
Eines der folgenden Werke von Joh. Seb. Bach:
- Concerto d-Moll BWV 596
- Passacaglia c-Moll BWV 582
- Toccata E-Dur BWV 566

Eines der folgenden Werke von Max Reger
- Fantasie über den Choral „Freu dich sehr, o meine Seele op. 30
- Fantasie über den Choral „Straf mich nicht in deinem Zorn, op. 40,2
- Fantasie über den Choral: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ op. 52, Nr. 2

Oder:
Drei Sätze nach freier Wahl aus einem der folgenden Werke:
- Louis Vierne: Symphonie Nr.3 fis-Moll, op. 28
- Charles-Marie Widor: Symphonie H-Dur op. 42, Nr. 4


Teilnahmebedingungen und Anmeldung
Der Wettbewerb ist offen für Organistinnen und Organisten aller Nationalitäten, die nach dem 1. Januar 1975 geboren sind.

Den Bewerberinnen und Bewerbern wird bis zum 1. April 2010 mitgeteilt, ob sie zum Wettbewerb zugelassen sind (Resultat der Vorauswahl).

Die zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber erhalten eine der prämierten Kompositionen des vorausgegangenen Kompositionswettbewerbes als Pflichtstück.

Es handelt sich hier um ein zweisätziges Werk für Orgel und Blechbläsersextett mit einer Dauer von 8-10 Minuten.

Die Vorauswahl wird von einer Jury anonym entschieden. Alle Runden sind für Zuhörerinnen und Zuhörer öffentlich.

Der Wettbewerb kann teilweise von Rundfunk und Fernsehen übertragen und von der Presse fotografiert werden. In diesem Fall verzichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf alle im Zusammenhang damit stehenden Rechte und Honorare.

Die Jury ist nicht verpflichtet, Preise zu vergeben.

Ein Registrant kann den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Es ist gestattet, für den Wettbewerb einen Registranten mitzubringen.

Anmeldeschluss: 28. Februar 2010 (Datum des Poststempels)
Bitte senden Sie die nachfolgend genannten Bewerbungsunterlagen bis zum 28. Februar 2010 (Datum des Poststempels) an:

Rektorat der Hochschule für Musik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 28
D-55099 Mainz

a) ausgefülltes Anmeldeformular
b) Kopie des Personalausweises/Reisepasses
c) Prüfungszeugnisse zur musikalischen Ausbildung (Kopien)
d) Lebenslauf
e) Foto
f) Nachweis über die gezahlte Anmeldegebühr in Höhe von 70 ,- Euro.
g) Eine Audio-CD mit einer Tonaufzeichnung guter Qualität, die von der Bewerberin/ vom Bewerber eingespielt wurde und das Programm der Vorauswahl enthält. Die Aufnahme der Werke darf technisch in keiner Weise nachbearbeitet sein, die CD muss unbeschriftet sein (Anonymität der Vorauswahl).


Jury und Wettbewerbsleitung

Wettbewerbsleitung
Eduard Wollitz, Mainz

Jury
Guy Bovet , Schweiz (Vorsitz)
Bjorn Boysen, Norwegen
Emmanuel le Divellec, Schweiz
Hans Fagius, Dänemark
Gerhard Gnann, Deutschland
Hans-Jürgen Kaiser, Deutschland
Jacques van Oortmerssen Niederlande
Klemens Schnorr, Deutschland
Jozef Serafin, Polen


Allgemeine Informationen und Preise
Ende 2008 wurde der Neubau der Hochschule für Musik Mainz auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität eingeweiht. Auch für die Präsentation von Orgelmusik bietet das neue Hochschulgebäude sehr gute Voraussetzungen: Im Frühjahr 2009 wurde eine neue dreimanualige Üb- und Unterrichtsorgel der Firma Rieger installiert, und 2010 wird der Orgelsaal mit einer dreimanualigen Orgel der Firma Goll (Luzern) ausgestattet. All dies gibt uns Anlass, nach dem Kompositionswettbewerb 2009 „Orgel plus“ nun auch einen internationalen Orgelwettbewerb durchzuführen. In den Wettbewerb einbezogen wird auch die Orgel von Aristide Cavaillé-Coll in St. Bernhard (Mainz), die erste ihrer Art in Deutschland.

Der internationale Orgelwettbewerb der Hochschule für Musik Mainz findet vom 10. bis 16. Oktober 2010 statt.

Folgende Preise sind vorgesehen:
1. Preis: 8.000 Euro
2. Preis: 4.000 Euro
3. Preis: 2.000 Euro

Sonderpreis für die beste Interpretation des Werkes für Orgel und Blechbläsersextett:
1.000 Euro



Die Geschichte des Festivals
Mit einer Aufführung der Missa festiva op. 62 von Flor Peeters und einem Orgelkonzert von Professor Wolfgang Stockmeier konnte im Dezember des Jahres1986 in der Herz Jesu Kirche in Bottrop der seinerzeit größte Orgelneubau seit Bestehen des Bistums Essen geweiht werden. In den darauf folgenden Jahren 1987 und 1988 fanden im Januar an der Rensch-Orgel (IV/56) jeweils eine Woche mit Benefizkonzerten zu Gunsten der Restfinanzierung statt, an der sich junge Organisten aus ganz Deutschland (u.a. Bernhard Haas und Jürgen Kursawa) beteiligten. Die gut besuchten Konzerte erlebten auch eine positive Resonanz bei zahlreichen Besuchern, die aus dem gesamten Ruhrgebiet nach Bottrop kamen. Auf Anregung des damaligen Kulturdezernenten entstand aus der Konzertreihe das Festival Orgel PLUS, das im Januar 1989 vom Kulturamt der Stadt Bottrop und dem Kulturrat, einem Verein kulturinteressierter Bürger, gemeinsam zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Nach der Idee des künstlerischen Leiters Dr. Gerd-Heinz Stevens konnten durch das "PLUS" in einer Stadt, die nur über drei konzerttaugliche Orgeln verfügt, zahlreiche Kirchengemeinden in das Projekt einbezogen werden. Gleich zu Beginn des Festivals wurden neben den Konzerten Gottesdienste, Exkursionen, Ausstellungen, Meisterkurse und Veranstaltungen für Kinder eingeplant.

Zur Orgel haben sich inzwischen neben den traditionellen Orchesterinstrumenten, Panflöte, Drehorgel, Alphorn, Klanginstallationen, Film, Pantomime und Tanz hinzugesellt.

Zu den Gästen des Festivals gehörten unter anderem Agnes Giebel (Sopran), Ludwig Güttler (Trompete), Giora Feidman (Klarinette), Hans Clarin (Sprecher), das Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach, der Dresdner Kreuzchor und der Tölzer Knabenchor.

Als Interpreten waren viele dHandbuch Orgelmusiker bedeutenden europäischen Organisten zu hören. So spielten Jon Laukvik, Ludger Lohmann, Michael Schneider, Heinz Wunderlich, Wolfgang Baumgratz, Jozef Sluys, Peter Planyavsky, Franz Lehrndorfer, Herdwig Bilgram und Arvid Gast in Bottrop.

Die Meisterkurse wurden von Guy Bovet, Jon Laukvik, Hans Haselböck, Peter Planyavsky, Daniel Roth, Jacques van Oortmerssen, Ben van Oosten, Karl Bernhardin Kropf, Ewald Kooiman, Gerd Zacher und Heinz Wunderlich durchgeführt.

Im Rahmen des Festivals sind verschiedene Werke uraufgeführt worden, darunter Messen von Karsten Scholz und Kurt Bikkembergs und Kompositionen von Jürg Baur, dem auch 2003 ein Konzert anläßlich des 85. Geburtstags gewidmet war, sowie von Harald Genzmer zu seinem 95. Geburtstag 2004.

Daneben konnten einige selten aufgeführte Werke für Orgel und Orchester und oratorische Werke im Rahmen von Orgel PLUS zu neuem Leben erweckt werden. Dazu gehören Konzerte und Konzertstücke von Charles Villiers Stanford, Horatio Parker und Gerard Bunk und das Te Deum von Otto Nicolai.

Das Interesse an dem Bottroper Festival ist in den vergangenen Jahren stets gewachsen und es hat auch einige Nachahmungsversuche u. a. auch in Japan gegeben. Mehrere Musikverlage bieten inzwischen in ihrem Sortiment auch "Orgel PLUS" Werke an.


Information und Vorverkauf:
Kulturamt, Theaterkasse im Kulturzentrum August Everding
Blumenstraße 12-14
46236 Bottrop
Telefon: 02041/70-3308