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Ausstellung: "Die Orgel in der Synagoge"
vom 26.05.2010 - 05.09.2010 im Raschi-Haus - Jüdisches Museum in Worms




ein vergessenes Kapitel in der Musikgeschichte

Die Existenz von Orgeln in Synagogen ist heutzutage kaum noch bekannt. Bis zur NS-Zeit existierten auf dem Gebiet des Deutschen Reiches weit über 200 Synagogen, die entweder eine Pfeifenorgel oder ein Harmonium besaßen. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden nahezu alle diese Instrumente zerstört. Die Anschaffung von Orgeln geschah im Zuge einer umfassenden Liturgiereform der liberalen Juden in Deutschland, die sich im Geiste Moses Mendelssohns zum Ziel gesetzt hatten, ihren jüdischen Glauben zeitgemäß zu gestalten.

Zur Vernissage am 26.5., 19.00 Uhr, gibt Dr. Achim Seip (Mainz) einen Einblick in diese fast vollständig versunkene Welt. Zu seinem Vortrag erklingen historische Aufnahmen mit synagogaler Musik. (weitere Infos) - Achtung: Wegen des Brandanschlags findet der Vortrag nicht in der Synagoge, sondern im Raschi-Haus statt.

Zum musikalischen Abschluss erklingt am 5.9. in der Trauerhalle des Friedhofs Worms-Hochheim ein Chorkonzert mit „Polyphonies Hébraïques de Strasbourg“. Im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten jüdischen Glaubens singt der Chor Werke von Lewandowski, Sulzer, Kirschner, Bloch, Blum u.a.

weitere Informationen: Infotelefon: 06131/466787 und www.kultursommer.de