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Die Neue Bachgesellschaft e.V.
Geschichte
Mitgliedsbeiträge und Anmeldung
Bachfeste
Bachfest 2008
Bachfest 2009
Planung
Geschichte der Neuen Bachgesellschaft
Die Neue Bachgesellschaft e.V. wurde am 27. Januar 1900 in Leipzig gegründet. Sie steht in der Nachfolge der Bach-Gesellschaft, die 1850 in Leipzig u. a. von Robert Schumann, Franz Liszt, Ignaz Moscheles, Louis Spohr, Otto Jahn, Carl von Winterfeld, Siegfried Wilhelm Dehn, Carl Ferdinand Becker und dem Thomaskantor Moritz Hauptmann gegründet worden war mit dem Ziel der Veröffentlichung der Werke Johann Sebastian Bachs in einer Gesamtausgabe.
Als dieses Ziel 1900 erreicht war, löste sich die Bach-Gesellschaft satzungsgemäß auf. Auf Initiative von Hermann Kretzschmar und unter Mitwirkung von Oskar von Hase, Martin Blumner, Siegfried Ochs, Joseph Joachim, Franz Wüllner und dem Thomaskantor Gustav Schreck konstituierte sich gleichzeitig die Neue Bachgesellschaft, um Bachs Werk in aller Welt bekannt zu machen. Diesem Ziel dienen seither vor allem die Bachfeste und das seit 1904 erscheinende Bach-Jahrbuch.
Von 1940 an beeinträchtigte der Zweite Weltkrieg die Tätigkeit der Neuen Bachgesellschaft zunehmend; die Zerstörung von Geschäftsunterlagen und vorbereiteten Mitgliedsgaben beim Bombenangriff auf Leipzig im Dezember 1943 brachte die Arbeit vorübergehend ganz zum Erliegen.
Mit Veröffentlichungen (seit 1947) und der Veranstaltung von Bachfesten (seit 1950) nahm die Neue Bachgesellschaft ihre Tätigkeit nach Kriegsende wieder auf. Die Zeit bis zum Ende der deutschen Teilung 1990 konnte die Neue Bachgesellschaft - seit 1962 mit paritätisch besetzten Leitungsgremien, deren Mitglieder aus beiden deutschen Staaten und dem Ausland stammten - ungeteilt überstehen. Mit der deutschen Wiedervereinigung begann für die Neue Bachgesellschaft ein neuer Abschnitt ihrer Geschichte. Aus diesem Gründe wurde die Satzung überarbeitet. Die Ausfüllung des Satzungszweckes bleibt jedoch nach wie vor die vornehmste Aufgabe der Gesellschaft. Dahin gehen auch Überlegungen zur ständigen Aktualisierung.
Mitgliedsbeiträge und Anmeldung
Die Neue Bachgesellschaft braucht Ihr aktives Interesse. Wir fragen Sie deshalb ganz persönlich: Möchten Sie uns unterstützen? Möchten auch Sie Mitglied des Neuen Bachgesellschaft werden.
Lassen Sie sich ansprechen und denken Sie dabei auch an die nächsten Bachfeste, an das Bachhaus Eisenach, an das neueste Jahrbuch und vor allem an Ihre Freude und innere Bereicherung.
Wir sind inzwischen eine Gesellschaft mit mehr als 3300 Mitgliedern in der ganzen Welt. Sie sollten sich zur Mitgliedschaft in der Neuen Bachgesellschaft entschließen. Sie können sicher sein, dass wir uns über Ihr Engagement sehr freuen.
Die Mitglieder der Neuen Bachgesellschaft erhalten
• das Bach-Jahrbuch, das den neuesten Stand der Bachforschung repräsentiert
• das Mitteilungsblatt, das zweimal jährlich über Wissenswertes zu Bach aus dem In- und Ausland informiert
• freien Eintritt im Bachhaus Eisenach, das Eigentum der Neuen Bachgesellschaft ist
Mitgliedsbeiträge
Seit dem 01.01.2007 gelten folgende neue Beitragssätze:
Einzelmitglieder: 40,-- € Jahresbeitrag
Ehepaare: 50,-- € Jahresbeitrag
Studenten / Rentner Ost: 20,-- € Jahresbeitrag
Korporativmitglieder: 50,-- € Jahresbeitrag
Laut Satzung sind die Mitgliedsbeiträge zu Beginn jedes Geschäftsjahres (= Kalenderjahr) ohne besondere Aufforderung fällig. Bitte überweisen Sie Ihre Mitgliedsbeiträge pünktlich auf unser Konto
Nr. 672 27-908
bei der Postbank Leipzig (BLZ 860 100 90)
und vergessen Sie dabei nicht, Name und Anschrift anzugeben.
Bach-Münze
Wir weisen nochmals auf die anlässlich des 80. Bachfestes der NBG 2005 herausgegebene Bach-Münze in reinem Feinsilber hin, welche noch erhältlich ist. Jede Münze ist auf dem Stellrand einzeln nummeriert (weltweit limitierte Auflage). In der höchsten internationalen Prägequalität „Polierte Platte“ stellt diese Gedenkprägung ein wertvolles Sammlerstück dar. Der Verkaufserlös fließt in das Projekt „Johann-Sebastian-Bach-Stiftung“.
Anmeldung bitte unter:
http://www.neue-bachgesellschaft.de/deutsch/mitgl.htm
Bachfeste
Die genialste Idee des Gründers unserer Gesellschaft, Prof. Dr. Hermann Ketzschmar, war die Ausrichtung der Neuen Bachgesellschaft auf jährlich wandernde Bachfeste und ihre Reklamierung als Institution der Neuen Bachgesellschaft. Nach Abschluss der ersten Gesamtausgabe der Werke von Johann Sebastian Bachs ( 1850 - 1900 ) erblickte Kretzschmar in dieser Anregung die wesentliche Verwirklichung des Satzungszieles der Neuen Bachgesellschaft.
Von Anfang werden die Bachfeste gezählt. Im Jahre 2000 wurde anlässlich des 250. Todestages Johann Sebastian Bachs das 75. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft in Leipzig gefeiert. 2001 fand das 76. Bachfest in Eisenach statt; 2002 wurde das Bachfest in Greifswald gefeiert, wo es durch die Greifswalder Bachwoche seit mehr als 50 Jahren eine bedeutende Bachtradition gibt. Gastgeber des 78. Bachfestes vom 20.-25. März 2003 war die Stadt Frankfurt/Oder.
Durch Kretzschmars Idee wurde die Bach´sche Musik nicht an einen einzigen Ort gebunden, wie das bei vielen Musikfestivals anderer Komponisten der Fall ist. Kretschmar konnte durch seine Idee vor allem für eine Verbreitung des damals nahezu unbekannten Bach´schen Werkes den Grundstein legen. Unsere Gesellschaft kann sich darauf berufen, nicht nur eine einhundertjährige intensive Bachpflege initiiert zu haben, sondern diese Pflege auch unvermindert fortzusetzen. Dies gilt auch für Orte, die zwischenzeitlich den Versuch unternommen haben, eine eigene Bachveranstaltung in regelmäßigem Rhythmus durchzuführen, aber auf Dauer nicht immer erfolgreich gewesen sind.
Das 83. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft vom 4. bis 20. Oktober 2008 in Salzburg
Die Mozartstadt wird im Oktober 2008 zur Bach-Metropole. Die Symbiose Salzburgs mit dem Werk Johann Sebastian Bachs ist eine besonders glückliche. Hat doch die Barockstadt mit ihrem Reichtum an wunderbaren Räumen wie der Aula der Benediktineruniversität, der Residenzen, ihren prachtvollen Kirchen und den erprobten Aufführungsorten wie den Festspielhäusern ein ideales Ambiente zu bieten. Nicht zu vergessen die barocke Kunst- und Musiktradition erinnert sei an Mozarts kompositorische Vorgänger Georg Muffat und Heinrich Ignaz Franz Biber, die an Salzburgs fürsterzbischöflichem Hof gewirkt haben. Und es ist hinlänglich bekannt, wie sehr Mozart sich mit Bachs Werk aktiv beschäftigt hat, auch sei an seine Bekanntschaft mit und Förderung durch Johann Christian Bach in London erinnert.
Mit einem breit gefächerten Angebot an erstklassigen Veranstaltungen, musikwissenschaftlichen Vorträgen, Orgelexkursionen, einem Jugendprogramm, einem Jazzschwerpunkt und der Entdeckung wunderbarer Spielorte, die mit alter und neuer Musik erfüllt werden, soll das 83. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft einen besonderen, österreichischen Akzent bieten. Auch das geschichtsträchtige Umland Salzburgs Goldegg, Mattsee, Laufen, Tittmoning, Mondsee wird mit Veranstaltungen in das Fest einbezogen.
Das Gesamtprogramm sowie viele weitere nützliche Informationen finden Sie unter www.bachfest2008.at.
Karten können über die Kartenbüros
Polzer - www.polzer.com, Residenzplatz 3, A-5020 Salzburg, Tel. +43 (0) 662 / 8969, Fax DW 700,
und
München Ticket, Seidlstraße 30, D-80335 München, Tel. +49 (0) 180 /54818181, Fax +49 (0) 89 / 54818154, e-mail info@muenchenticket.com, www.muenchenticket.de
bereits bestellt werden.
Infos:
Bachfest 2008 Gemeinnützige GmbH
Prof. Lutz Hochstraate, Geschäftsführer
c/o Salzburger Bachgesellschaft
Kaigasse 36/I · 5020 Salzburg · Austria
Tel. +43 (0) 662 / 43 53 71-0
Tel. +43 (0) 662 / 43 53 71-4
info@bachfest2008.at
84. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft vom 7. bis 16. August 2009
in Mühlhausen/Thüringen „50 Jahre Bach-Orgel"
Mühlhausen ist die Stadt der Türme und der Kirchen. Es waren die 59 Türme der Kirchen und der Stadtmauer, die dem Ort den Namen „Mulhusia turrita“ das turmgeschmückte Mühlhausen gaben. Im Mittelalter galt Mühlhausen nach Erfurt als bedeutendste Stadt Thüringens. Die architektonische Vielfalt, ja die gesamte Stadtanlage mit der erhaltenen und begehbaren Stadtmauer zeugen von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der einstigen Freien Reichs- und Hansestadt.
Die Musik hat im geistig-kulturellen Leben der Stadt Mühlhausen allzeit eine bedeutende Rolle gespielt. Insbesondere auf dem Gebiet der protestantischen Kirchenmusik wurde hier Beachtliches geleistet. So bekannte Theologen, Liederdichter und Musiker wie Thomas Müntzer, Joachim a Burg, Ludwig Helmboldt, Georg Neumark, Johann Rudolf und Johann Georg Ahle oder Johannes Eccard haben hier gelebt und gewirkt.
Den unbestrittenen Höhepunkt in der reichen Mühlhäuser Musikgeschichte markiert Johann Sebastian Bachs Mühlhäuser Jahr 1707/08. Dieses Mühlhäuser Jahr zählt im Leben Johann Sebastian Bachs zweifellos in die „Zeit der frühen Meisterschaft“, obwohl nicht alle seine Werke dieser Wirkungszeit sicher bestimmten Orten zugewiesen werden können. Zu den in Mühlhausen entstandenen Kantaten gehören wohl „Christ lag in Todesbanden“ (BWV 4), „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ (BWV 131) und der „Actus tragicus“ (BWV 106). Seine berühmteste Mühlhäuser Kantate, die Ratswechselkantate „Gott ist mein König“ (BWV 71) wurde auf Veranlassung des Mühlhäuser Rates sogar gedruckt, sehr außergewöhnlich für die Zeit. Rechnungen im Stadtarchiv belegen die Komposition auch der Ratswechselkantaten für die Jahre 1709 und 1710, die aber trotz der Drucklegung der Kantate von 1709 beide nicht überliefert sind.
Nachdem Johann Sebastian Bach von 1707-1708 in Mühlhausen seine zweite Organistenstelle an der Divi-Blasii-Kirche innehatte, hinterließ er eine Orgel-Disposition. Die von Johann Friedrich Wender nach Bachs Orgeldisposition 1709 umgebaute Orgel wurde 1821-1823 durch einen Neubau von Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella ersetzt. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war auch diese Orgel unbrauchbar geworden. Der seit 1948 als Organist an Divi Blasii wirkende Heinz Sawade war sehr um die Pflege des musikalischen Erbes Johann Sebastian Bachs bemüht und engagierte sich auch folgerichtig für einen Orgelneubau. Im Kontakt mit Albert Schweitzer entstand der Gedanke, diesem Neubau die Bachsche Orgeldisposition zugrunde zu legen. Ausgeführt wurden die Arbeiten von 1956-1959 von der Potsdamer Firma Alexander Schuke. Das Orgelwerk wurde gegenüber der Disposition um fünf Register ergänzt, um auch moderne Orgelliteratur spielen zu können. Die neue Orgel wurde am 24. Mai 1959 eingeweiht und war der Anlass, das 36. Deutsche Bachfest der Neuen Bachgesellschaft vom 1. 5. Juli 1959 in Mühlhausen zu veranstalten. Im Jahr 2009 werden dann 300 Jahre seit der Einweihung der Bachorgel und 50 Jahre seit dem Orgelneubau vergangen sein, Zeit, das 84. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft erneut in Mühlhausen zu begehen.
Neben Orgelkonzerten und Orgelandachten, Ausstellungen und Exkursionen erleben Sie die Bach-Kantaten der Mühlhäuser Zeit, Orgelwerke von F. Mendelssohn Bartholdy zum 200. Geburtstag und aus Anlass G. F. Händels 250. Todesjahres die Wassermusik und die Feuerwerksmusik (natürlich mit einem Höhenfeuerwerk) in einer ganz besonderen Bearbeitung: für 8 Trompeten, Pauken und Orgel.
Nähere Informationen auch im Internet unter www.muehlhausen.de oder www.bach-muehlhausen.de
Weitere Planung für Bachfeste der NBG
2010 Leipzig (11.06.-20.06)
2011 Bamberg
2013 Detmold
2012 Wetzlar
2014 Weimar
2015 Leipzig
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