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Das Gottfried-Silbermann-Museum Frauenstein
Die Instrumente des sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann (1683-1753) sind den Musikfreunden aus aller Welt ein Begriff. Das war Anlass genug, ihm in seiner Heimatstadt Frauenstein, wo er seit seinem dritten Lebensjahr aufgewachsen ist und dort auch die Schule besuchte, ein gut informierendes Museum zu widmen, das am 14. Januar 1983, dem 300. Geburtstag des Orgelbauers, eröffnet wurde. Grundlage des Museums ist die Forschungs- und Sammlungstätigkeit von Werner Mollen (1924-1999), der mit seinem Buch „Auf den Spuren von Gottfried Silbermann' erstmals eine umfassende Biographie Gottfried Silbermanns erarbeitet hat.
Das Museum befindet sich im architektonisch schönsten Saal des Schlosses, einem Raum mit Kreuzgewölbe. Beim Rundgang kann der Besucher hier die einzelnen Lebensstationen Silbermanns erleben: Geburtsort Kleinbobritzsch, Heimatstadt Frauenstein, Lehrzeit in Straßburg, Werkstatt in Freiberg und Dresden als Sterbeort. Ansichten von Städten und Gebäuden veranschaulichen die Lebens- und Wirkungsbereiche dieser bedeutenden Persönlichkeit der Bachzeit. An dem Funktionsmodell einer mechanischen Schleifladenorgel wird den Gästen das Innenleben einer Orgel vermittelt. Silbermann’sche Klänge kann man an einer Silbermann-Orgel (Kopie) hören, denn das Museum veranstaltet jährlich Konzerte. Im Foyer des Schlosses befindet sich eine Ausstellung aller heute noch existierenden Silbermann-Orgeln. Weitere Schwerpunkte sind die Darstellung der Stadtgeschichte sowie der Post- und Verkehrsgeschichte.
Das Gottfried-Silbermann-Museum ist von Mai bis Oktober täglich 9-17 Uhr und von November bis April 9-16 Uhr geöffnet,
Dem einstigen Renaissanceschloss ist die größte Burgruine Sachsens vorgelagert. Ein Rundgang durch die 1272 erstmals urkundlich erwähnte Anlage kündet von der einstigen Bedeutung der Burg und gewährt gleichzeitige ausgezeichneten Ausblick über das östliche Erzgebirge.
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