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Arp Schnitger und sein Werk; Bildband
Herausgeber: Cornelius H. Edskes, Harald Vogel und weitere Autoren
240 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
Verlag: Hauschild
Preis: 42,50 €
ISBN: 978-3-89757-326-0
Ein verdienstvolles Unterfangen erlebt seinen Abschluss: Die systematische Erfassung aller Schnitger Orgeln in Deutschland, den Niederlanden und Portugal ist abgeschlossen und liegt in einem hervorragend aufgemachten Buch vor.
Über eine sehr gelungene Einführung in die Arbeit und Prospekttypologie der Orgeln von Arp Schnitger, einer kurzen Biografie des Orgelbauers führt das Buch zum wichtigsten: den Orgeln Schnitgers und Ihren Standorten (Seiten 18 – 145).
Jede Orgel wird mit einem Textteil, der die Baugeschichte der Orgel sehr detailliert darstellt, den Prospekt und das Pfeiffenmaterial beschreibt und auf wichtige Besonderheiten der Technik und Historie der Orgel hinweist. Ergänzt wird dieser Textteil mit einem Bild der Orgel.
Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zum Gehäuse, Schnitzereien, Prospektpfeiffen und der Farbfassung werden am Ende des Textes, bildnah in Aufzählung geliefert.
In diesem ersten Teil vermisst man die Dispositionen der Orgeln bzw. die Veränderungen im klanglichen Bereich bis hin zum Hinweis, wenn nur noch der Prospekt von Schnitger ist und das Orgelwerk dahinter von einem anderen Orgelbauer.
Diese Informationen werden in weiteren Abschnitten nachgeliefert. So bieten die Kapitel „Schnitgers Tätigkeit in Norddeutschland“, „Arp Schnitgers Tätigkeit in den Niederlanden“, „Arp Schnitgers Tätigkeit in Portugal“ die fehlenden Informationen zum Standort der Orgel, der Kirche, evtl. Vorgängerorgeln und die Dispositionen, wie sie sich heute präsentieren.
Hier werden auch, wie am Beispiel der Orgel von St. Salvatorius in Clausthal-Zellerfeld darüber informiert, dass hinter dem historischen Schnitger-Prospekt eine komplett neue Orgel eines anderen Orgelbauers verborgen ist. In diesem Fall wird natürlich nicht die Disposition der neuen Orgel angegeben, sondern die Disposition, die zur Zeit der Schnitger-Orgel erklang.
Ein kleines Kapitel widmet sich jeweils der „Schnitger-Organisten“ und den im 20. Jahrhunder verlorenen Schnitger-Orgeln.
Ebenso fanden in dieses Buch Eingang Zeichnungen aus den Archiven Schnitgers für deutsche und holländische Orgeln, sowie Faksimiles aus der niederländischen Caecilia (Allgemeine musikalische Zeitung der Niederlanden 1853 und 1854). Ebenso gibt es eine sehr hilfreiche Auflistung der Abkürzungen und Symbole, die in den Dispositionen verwendet wurden.
Alles in allem ein phantastisch, übersichtlich aufgemachter Bildband. Sehr informativ, aber nicht zu überladen, so dass er nicht nur etwas für „Insider“ ist, sondern auch für Orgelliebhaber, die sich für den herausragenden Orgelbauer Arp Schnitger interessieren sehr gut geeignet ist.
Bewertung: [5 von 5 Sternen!] |
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