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Weimbs Orgelbau GmbH

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Firmen-Philosophie - So sehen wir unsere Arbeit

Das Grenzgebiet Deutschland, Belgien und Niederlande hat seine eigene Orgellandschaft hervorgebracht. Diese "Rhein-Maasländische Orgellandschaft" kennzeichnet einen Orgeltypus, dem französische Flöten, Cornette und Zungen selbstverständlich erscheinen, aber auch brabanter Prinzipale für sich beanspruchen kann. Die "singende Aussprache" der hiesigen Bewohner schlägt sich in der Intonation nieder und geht zusammen mit dem freien Wind eine einzigartige Synthese ein.

In unsere Orgelbauten fließen auch die Erfahrungen zahlreicher restaurierter Instrumente mit ein. Die im Rheinland tätig gewesene Orgelbauerdynastie König und deren Nachfolger haben unseren Orgelstil wesentlich geprägt. Er zeichnet sich durch eine Disposition aus, die eine breite Basis von 16'-, 8'- und 4'-Stimmen besitzt.

Philosophieren über eine Orgel heißt Nachdenken, Empfinden von Akustik und Gesetzämigkeit des Raums, Wahrnehmen der Gerüche des Raumes, der Wirkung des Lichts.

Der Orgelbau steht in gewisser Weise in einem Widerspruch zu sich selbst. Die Orgel ist ein historisches Instrument. Insoweit stehen auch Orgelbauten unter dem Diktat des Historismus. Gleichzeitig bauen wir aber Orgeln im Computerzeitalter. Was beim Bau von Streichinstrumenten oder beim Klavierbau unmöglich erscheint, ist im Orgelbau zur Regel geworden: Er ist seit je her offen für eine Einflußnahme der jeweils herrschenden Technik. Dazu mag auch die Größe des Instruments beigetragen haben. Um die Jahrhundertwende wurden Pneumatik und Elektrik Bestandteil der modernen Orgel. Heute nimmt die elektronische Setzeranlage diese Stellung ein.

Es gilt also, innerhalb dieser beiden Positionen den richtigen Weg zu finden.

Für die Zukunft wünschen wir uns weiterhin Offenheit für und Vertrauen in den qualitativ hochwertigen Orgelbau, denn nur er bringt uns ans Ziel - an ein klanglich hervorragendes Ergebnis.


Firmengeschichte

Die Orgelbaufirma Weimbs in Hellenthal wurde am 01. Oktober 1927 von Josef Weimbs d. Ä. (1886-1949) gegründet. Schon Vater und Bruder von Josef Weimbs d. Ä. arbeiten Ende des 19. Jahrhunderts als Orgelbauschreiner bei den Gebrüdern Müller in Reifferscheid in der Eifel. Die überregionale Bedeutung der Gebrüder Müller zeigt sich darin, dass noch 113 Orgelbauten aufgezählt werden können, welche sich vom Gebiet der Eifel über den Köln-Bonner Raum und über den Aachener Raum bis in das Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg erstreckt.
Josef Weimbs d. Ä. absolviert in Reifferscheid von 1900 bis 1905 eine Lehre als Orgelbauer und arbeitet anschließend als Stimmer und Intonateur bis 1913. Von 1914 bis 1926 arbeitet Josef Weimbs d. Ä. bei verschiedenen anderen Orgelbaufirmen und gründet 1927 eine eigene Werkstatt. Sein erster Orgelneubau entsteht für die Hellenthaler Pfarrkirche St. Anna.

Nach seinem Tod im Jahre 1949 übernimmt Sohn Josef (1916-2005) den Betrieb. In den 1950er Jahren gehen, wie schon in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, aus der Orgelbauwerkstatt Weimbs eine Reihe bemerkenswerter neuer Instrumente hervor. In besonderem Maße stellt Josef Weimbs d. J. sein Können unter Beweis, als es in den1960er und 1970er Jahren immer häufiger darum geht, historisch wertvolle Instrumente zu erhalten, zu restaurieren, zu rekonstruieren. In der Werkliste sind über 80 Restaurierungen historisch bedeutender Orgeln verzeichnet.

1973 steigt der Sohn des Firmeninhabers, Friedbert Weimbs, in das Unternehmen ein. Als Intonateur hat er sich einen guten Ruf erarbeitet, und zum steigenden Ansehen des Unternehmens beigetragen. Friedbert Weimbs setzt sich dafür ein, die Qualität der Intonation noch weiter voranzutreiben. So wird zu Beginn der 1980er Jahre die kaufmännisch günstigere Werkstatt-Vorintonation aufgegeben und fortan ausschließlich im Kirchenraum intoniert. Nur so kann auf die akustischen Eigenarten eines jeden Raumes optimal reagiert werden.

Mit Ablegung der Meisterprüfung obliegt seit 1998 Frank Weimbs die technische und kaufmännische Geschäftsführung. Zusammen mit seinem Vater Friedbert führt er die Orgelbauwerkstatt Weimbs nun in die vierte Orgelbauergeneration.
Im September 2010 wird die vorhandene Pfeifenwerkstatt um eine eigene Gießerei und Pfeifenmanufaktur erweitert. Seitdem werden in der Werkstatt Weimbs neue Metallpfeifen sowohl für die eigenen Projekte als auch für Kollegen gefertigt.
Die Intonationsausbildung ist ein besonderes Anliegen von Friedbert Weimbs. Er vermittelt über viele Jahre talentierten, jungen Orgelbauern die Kunst der Intonation und Harmonisierung von Klängen und Klangbildern weiter. Seit 2012 sind von ihm ausgebildete Intonateure eigenverantwortlich im Hause Weimbs tätig. Friedbert Weimbs ist seither in der glücklichen Lage als Chefintonateur neben eigenen Projekten auch als wichtiger Berater für den Nachwuchs zur Seite zu stehen.

In den letzten Jahren wurden gleichermaßen technisch und musikalisch interessante Orgelneubauten erstellt, so z.B. die "Max-Reger-Gedächtnisorgel" (III/53) der evangelisch-lutherischen St. Michaelskirche zu Weiden i.d. Oberpfalz oder auch die neue Barock-Orgel (II/26) für die Abteikirche St. Nikolaus in Brauweiler. Die Martin-Luther-Kirche in Trittau (Nähe Hamburg) erhielt 2016 eine neues rein mechanisches Orgelwerk (II/20).
Nach den in der Fachwelt anerkannten Restaurierungen der König-Orgeln in der Schloßkirche zu Schleiden und der Basilika zu Steinfeld sorgen auch die jüngeren Restaurierungen, zum Beispiel der Stahlhuth-Orgel in Bedburg-Kirchherten oder der Walcker-Orgel in Köln-Bickendorf für Aufmerksamkeit. Im Jahre 2017 konnte die sehr interessante Restaurierung der Koch & Höhmann-Orgel in der evangelischen Christuskirche zu Ratingen-Homberg mit großem Erfolg abgeschlossen werden.

In den letzten beiden Jahrzehnten entsteht auch verstärkt Nachfrage nach Erweiterungen oder Neuorganisationen vorhandener Orgeln mit entsprechender Um- oder Neuintonation. Auf diesem Sektor haben die Projekte in Halle (Saale), Propstei St. Franziskus und St. Elisabeth, in Recklinghausen, St. Paulus, in Aachen-Brand, St. Donatus oder auch in Zülpich, St. Peter für viel positive Resonanz gesorgt.

Zum Anspruch der heutigen Orgelbauwerkstatt gehört auch eine rückhaltlose Offenheit gegenüber den in Europa gewachsenen Orgellandschaften, die u.a. in Orgelneubauten im italienischen Stil und einer Orgel im spanischen Stil ihren Beleg finden. Instrumente im französischen Stil und klassischer deutscher Manier entstammen ebenfalls dem Hause Weimbs und begründen den heutigen Ruf des Unternehmens weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. So wurde zum Beispiel im Jahre 2015 die neue Weimbs-Orgel (II/31) in der Marienkirche in Bergen (Norwegen) und im November 2017 die neue Weimbs-Orgel in der Doshisha - Junior und Senior Highschool in Kyoto feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
Für die kommenden Jahre sind sowohl Restaurierungen, Überarbeitungen und Orgelneubauten im In- und Ausland im Auftragsbuch notiert. Aktuell (April 2018) wird eine neue Orgel für Jessheim in Norwegen intoniert und in der Werkstatt entstehen zwei Orgelneubauten für Grevenbroich-Hülchrath und Tokyo.


Das Team

Wir sind ein Team von Orgelbauern, Schreinern und Musikern - Individualisten verschiedener Prägungen und Neigungen. Dabei hat uns der gemeinsame Anspruch auf Qualiätt zusammengeführt. Langjährige Erfahrung bei der Orgelrestaurierung, im Orgelbau und im Bereich der Orgelwartung, fachliches Können und Begeisterung für das Instrument Orgel bestimmen unser Schaffen. Auch überlieferte Techniken des traditionellen Orgelhandwerks wie der Bau gespundeter Laden oder mechanischer Kegelladen oder die Wiederherstellung pneumatischer Instumente werden - mittlerweile schon bis in die vierte Generation - weitervermittelt.

Kontakt

Weimbs Orgelbau GmbH
Gewerbegebiet Kröpsch 5
53940 Hellenthal

Tel. 02482-911094
Fax 02482-911096

email: info(at)weimbs.de
web: www.weimbs.de



Mit freundlicher Genehmigung von Orgelbau Weimbs
OI-B-W-2
weiterführende Links:

Webseite Orgelbau Weimbs



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