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Orgelbau Klein

Philosophie
Unsere Grundsätze der Restauration
Handwerk gegen Ingenieurwesen?
Der Orgelbauer
Leistungen

Kontakt


Philosophie

Unsere Philosophie ist die Trilogie der Ideologie:

Orgel ... das passende Werkzeug für den Musizierenden

Kunst ... der Zauber des Klanges für die Hörenden

Handwerk ... die beste Qualität für den Kaufenden

Bewusst haben wir unsere Geschäftsgröße als kleine Orgelmanufaktur gewählt, denn so können Sie sicher sein, von vielen Vorteilen zu profitieren.

Zunächst einmal ereichen Sie uns nahezu jederzeit persönlich. Unser Betrieb ist eng verwurzelt mit dem täglichen Ablauf innerhalb der Familie, also folglich ist unser Familienbetrieb immer für Sie da!

Dazu haben wir fabelhafte Mitarbeiter, die Ihnen auch jederzeit behilflich sein werden. Sie sind das schlagende Herz unserer Manufaktur. Sie werden es bemerken!

Da bei uns der tägliche Auftragseingang nicht im Vordergrund steht, wird der Chef nicht reisender "Arbeitsbeschaffer", sondern er bleibt ein Glied der schaffenden Kette des Betriebes. Dies führt zu einer konstanten Qualität,  denn der Qualitätsmaßstab wird so immer von einer Person angelegt - von der Planung an über die Konstruktion und Fertigung bis hin zur Intonation... Das Ergebnis ist klar: Kontinuität!

Durch die Position des "Chefs" als Mitarbeiter, sei es nun beim Bau einer Orgel oder beim Putzen derselben, kann es nicht auf Grund fehlender Absprachen passieren, dass Dinge gar nicht oder nur unzureichend erledigt werden. Derjenige, der die (mündlichen) Absprachen mit dem Organisten oder dem Pfarrer getroffen hat, arbeitet von Anfang an bis zum Schluss mit.

Unsere selbst auferlegte Beschränkung zur "kleinen Manufaktur" führt zu einer gewissen Dichte auftraggebender Kunden. Daraus resultiert eine längere Terminierung der Aufträge. Alle Kunden akzeptieren diese Zeit und warten geduldig, denn ihnen ist das Ergebnis wichtig.

Unsere Grundsätze der Restauration

Lösungen suchen - Strategien entwickeln:
Wie jeder weiß: Keine Orgel gleicht einer anderen! Sie wurde vor langer Zeit von einem Meister geschaffen und die unterschiedlichsten Orgelbauer haben im Laufe der Zeit Hand angelegt. Dies aber leider allzu oft zu Zeiten, in denen das Alte nicht viel galt. Das Neue war modern - und somit das einzig Richtige. So war eben der Sinn der Zeit. Daher waren die Leute damals oft nicht dafür empfänglich, das Historische zu bewahren und zu erhalten. An vielen Instrumenten wurde umgebaut, verändert, Mensuren geschoben, Pfeifen abgeschnitten und, und, und!! Eben, um dem Instrument den Geschmack der Zeit aufs Auge zu drücken.

Nun steht das Instrument vor uns und braucht Hilfe. An dieser Stelle greift nun der Sachverstand. Es ist eine Strategie zu entwickeln, um mit ihrer Durchführung die sauberste Lösung und das beste Ergebnis zu erzielen.

Denn manchmal führt nicht die rigorose Restauration und Rekonstruktion zum Ziel, sondern bei Betrachtung der gewachsenen Substanz und dem daraus resultierenden Nutzen liturgischen Dienstes kann man eine gelungene Symbiose aus historischem Ursprung und Hinzugekommenen finden. Die Effizienz der Orgel halten wir immer wachsam im Auge!

Aber: ist klar eine Systematik der historischen Orgel zu erkennen, die es erlaubt, eine gute Restauration im klassischen Sinne vollziehen zu können, muss die Loyalität gegenüber der gewachsenen Substanz weichen. Hier steht der "Wiederherstellungsgedanke", also Bauen wie der alte Meister, klar im Vordergrund.
Man sieht, dies kann zu einer Gratwanderung werden. Ein viel zu diskutierendes Thema!

Was wird restauriert, was rekonstruiert und was nicht?
Eine Rekonstruktion greift dann, wenn Orgelteile nicht mehr vorhanden sind oder aber so stark beschädigt wurde (Beanspruchung, Holzwurmfraß), dass eine Restauration unmöglich ist. Bei Nachbauten kann man natürlich Maße und Bauweisen übernehmen. Ist eine Neukonstruktion nötig, so wird nach typischen, markanten, sich wiederholenden Bauweisen des Orgelbauers in der Orgel an sich gesucht. Oder aber man schaut sich  - wenn man die Möglichkeit hat - in anderen Orgel vom selben Orgelbauer um und übernimmt seine Stile.

Nicht restauriert werden - ganz klar - Bauelemente, die eindeutig aufzeigen, dass an dieser Stelle schon vor vielen Jahrzehnten gepfuscht wurde. Als Restaurator muss man dies entdecken und darf dies niemals wieder einbauen, denn sonst wird er nach wenigen Jahren sein blaues Wunder erleben. Hier wird es ewig kneifen, klemmen, quietschen, heulen.


Handwerk gegen Ingenieurwesen?

Wir stellen uns manchmal die Frage, ob das Kunsthandwerk Orgelbau die Ingenieurswissenschaft wirklich benötigt!? Unsere Antwort ist ja, denn die Kombination aus beidem bringt die dickeren und süßeren Früchte hervor. Denn nicht das Besserwissen des einen oder anderen ist das Ziel, sondern die Symbiose des Richtigen aus dem Beweisbaren "wissenschaftlich Erklärbaren" und dem Gefühlten "aus dem Bauch heraus Unerklärbarem"

Bei uns werden deshalb gängige Ingenieursbegriffe mit in den Alltag und in den Sprachgebrauch eingebracht - daraus entstehen Ideen und Lösungen und gute Konstruktionen:

Die "Eulersche Knickung" zum Beispiel kennt wohl jeder, nur nicht unter diesem Begriff: Ein Stab muss eine gewisse Dicke haben, damit er bei Belastung von oben nicht mittig wegknickt und durchbricht! (Zum Beispiel ein Besenstil) Wir aber nennen sie die "Eulersche Knickung" und diese kann berechnet und durch Einbringen von Leimfugen reduziert werden. Dies führt zu höheren Festigkeiten, Reduzierung vom Arbeiten des Holzes und zu kleineren Querschnitten. 

Das "Pneumatische Paradoxon" kennt jeder aus einem Parfüm-Zerstäuber oder aus einer Air-Brush-Pistole! Aber wie es funktioniert und dass dieses Phänomen auch (mit negativen Auswirkungen) in einer Tonkanzelle auftreten kann, ist vielen nicht bekannt. Wir wissen um diese negative Folge in der Tonkanzelle und lassen diese Erkenntnis in die Konstruktion einfließen.

Das Wissen um "Flächenträgheitsmomente" I und "Elastizitätsmodulen" E vereinfacht die Konstruktion und die Planung um ein vielfaches. Jeder Mitarbeiter hat unsere Haustabellen zur Hand und kann schnell abschätzen, welche Materialien und Größen er benötigt.

Sie sehen, Handwerkskunst und Ingenieurwesen reichen sich bei uns im Orgelbau die Hand und arbeiten freundschaftlich zusammen.


Der Orgelbauer
Der Beruf des Orgelbauers ist nicht einfach nur ein "Job". Vielmehr ist Liebe zum Detail und Engagement gefragt. Auch eine religiöse Einstellung ist unumgänglich. Immer wieder wird das Multitalent >>Orgelbauer<< gefordert.

Schreiner - Metaller - Elektriker - Elektroniker - Musiker - Toningenieur - Technischer Zeichner - Künstler - Physiker - Statiker - Mathematiker - Pädagoge - Diplomat - Kundenbetreuer - Kaufm

ann - Buchhalter - Ausbilder... 


Zerlegter Spieltisch während der Reinigung



Auch der Prospekt muss sorgfältig gesäubert werden

Reinigen einer 14-registrigen Schwellwerkslade


Ob Sommer oder Winter, zum Wechsel der Temperaturen ist er wieder unterwegs: der Orgelbauer. Mit seinem Auto fährt er von Kirche zu Kirche und sorgt für gute Stimmung. Ist es draußen warm, kommt er in die kalte Kirche; ist es draußen kalt, kommt er in die (hoffentlich) warme Kirche. Ein Temperaturenwechsel, der es in sich hat.

Manchmal ist der Orgelbauer mit seinem treuen Kollegen unterwegs, dem Tastenhalter. Ihm sei aber ein eigenständiges Kapitel gewidmet! Da krabbelt er nun, der Orgelbauer, über enge Stimmböden und Gänge (die er vermeintlich selbst gebaut hat) und bahnt sich seinen Weg zu den Pfeifen, die den unterschiedlichen Schwingungen der Luftsäule nicht so recht widerstehen können. Hat er sein Ziel erreicht, klopft er mit behutsamen Schlägen vorsichtig auf der Pfeifen Ende. Laien stehen dabei und hören nix. Doch etwas Entscheidendes ist passiert: Die Stimmung ist wieder da!! Wenige Klopfer mit Fingerspitzengefühl und ein tadelloses Gehör haben es geschafft, den sonntäglichen und werktäglichen Gottesdienst schön zu machen.

Was aber bewegt nun einen Menschen, sich dieser Stimmungstort(o)ur halbjährlich zu unterziehen?

Das Geld ist in diesem Fall ganz bestimmt kein Grund. Auch wenn die Rechnung hoch ist, dass der Kirchenvorstand stöhnt - der Orgelbauer sieht wenig davon. Nein, es ist die Leidenschaft. Die Leidenschaft an der Musik, an dem Instrument und - das ist ganz entscheidend - am Glauben. Den ohne Gott wäre kein Lobpreis nötig und die Königin der Instrumente nicht dafür geschaffen worden! Jeder Orgelbauer, der seinen Beruf ernst meint, für den "Beruf" noch von "Berufung" kommt und nicht nur ein Job ist, trägt diese religiöse Einstellung in sich.

Welche Talente muss der Orgelbauer mitbringen?

Entscheidend sind eine schnelle Auffassungsgabe und handwerkliches Geschick. Während der Lehrzeit stellt sich heraus, wofür man geeignet ist. Denn nur der Orgelbau bietet Unmengen an kreativen Einsatzmöglichkeiten. Ein guter Holztechniker ist im Gehäusebau am richtigen Platz, ein Mathematiker im Mechanik und Windladenbau, der mit dem guten Gehör wird Intonateur und ... mein damals vierjähriger Sohn fragte vor vielen Jahren beim Besuch meiner damaligen Arbeitsstätte jemanden, der gerade zur Tür herein kam: "Arbeitest Du auch hier?" "Nein, nein, ich bin hier Chef!"

Diese Einteilung der Arbeiten ist aber an dieser Stelle nur grob umrissen. Das Wissensgebiet eines Orgelbauers erstreckt sich über:
Holz, Holzarten, Holzkonstruktionen, Bearbeitung, Maschinenkunde, Sicherheitsvorschriften, Metalle, Eigenschaften, Bearbeitung, Filze, Leder, Tuche, Gewebe, Klebstoffe und ihre Eigenschaften, Leime und ihre Eigenschaften, Elektronik - Aufbau, Wirkung, Störungen und ihre Beseitigung, Elektrik 12V 24V 48V 60V und 240V 400V (selbst wenn er letztere selbst nicht installieren darf) Konstruktion und Planung einer Orgel, Prospektentwurf, Verhältnisse, Dispositionen (norddeutsch, süddeutsch, romantisch, französisch, barock, neobarock, gotisch, neugotisch, Orgelrevolution, Schnittger, Silbermann - Andreas, Gottfried ...) Mechanik, Hebelgesetze, Tastenberechnungen, Windverhältnisse, Strömungsgeschwindigkeiten, Strömungslehre, Prinzip der kommunizierende Röhren, hydrostatisches Paradoxon, Konstruktionen, Computerkenntnisse, Word, Excel, CAD-Zeichnen, Fegen und Aufräumen...
dazu kommt: der feine Umgang mit Kunden, forsch im Auftreten, fix bei der Arbeit, aber "eine Bierruhe" ausstrahlend und im Gespräch mit Organisten alle Leute kennend, wissend in der Musikgeschichte und und und...

Eine Frage wird uns immer wieder gestellt: Muss ein Orgelbauer auch Orgelspielen können? Grundsätzlich erst einmal "nein". Aber was taugt ein Arzt, der kein Blut sehen kann?? Je größer die Vorbildung ist, desto einfacher ist das Verständnis für das Instrument und sind auch die Schritte auf der Karriere-Leiter innerhalb des Betriebes nach oben. Wir setzen als Basis das Erlernen eines Instrumentes und damit Notenkenntnisse voraus. Beherrschen eines Tasteninstruments und die damit verbundene Zuordnung der Töne zu den Tasten wäre prima, Kennen des Quintenzirkels ist ideal. Alles was darüber hinaus geht, ist nicht nötig, behindert aber nicht... 

Jeder von Ihnen, der eine eigene Orgel unter sich hat, weiß um die Anstrengungen des Orgelbauers, es dem Organisten so recht wie eben möglich zu machen.

Orgelbauer - einer der schönsten Berufe auf der Welt!


Unsere Leistungen

Wir bieten Ihnen selbstverständlich alle Leistungen, die Sie von einer Orgelbaufirma erwarten.

Folgendes aber können wir besonders gut und das möchten wir hervorheben:

▪ Restauration historischer Orgelwerke
Reinigung und Instandsetzung von Orgeln
Durchführung von Stimmungen und Wartungen
Intonationen nach unserem typischen Charakter
Neubauten von Orgeln bis 25-30 Registern und Positiven

Wir lieben übrigens elektrische und pneumatische Orgeln...    


Kontakt

Klein - Orgelbau
In der Geist 31a
59302 Oelde

Telefon +49 (0) 25 22 - 96 08 57
Fax +49 (0) 25 22 - 96 08 58
Mobil +49 (0) 171 - 65 66 2 99

info(at)klein-orgelbau.de
www.klein-orgelbau.de


Mit freundlicher Genehmigung von Johannes Klein



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