- Technik - Membranlade nach Weigel << zurück

Funktionsweise der Weigle'schen Membranlade

Weigle verwendete für die Orgel in St. Michael Seeshaupt eine vollpneumatische Membranlade mit den von ihm entwickelten, auf Abstrom basierenden Tonmembranen. Im Gegensatz zu den verbreiteten Windladen, bei denen kleine Membranbälgchen die Kegelventile unter den Pfeifen anheben, halten bei Weigle unter ständigem Winddruck stehende Membranlederflächen die Bohrungen unter den Pfeifen zu.

Wird der Ton am Spieltisch betätigt, entweicht der Druck aus den Membranleisten (=Abstrom), die Lederflächen sacken nach unten, geben die Pfeifenbohrungen frei und der in der Registerkanzelle vorhandene Wind gelangt in die Pfeife. Die Traktur spricht – nach entsprechender Feinabstimmung - recht schnell an und verursacht deutlich weniger Spielgeräusche als andere gebräuchlichen Pneumatik-Systeme.


Mit freundlicher Genehmigung von Marcus Albrecht - http://orgel-seeshaupt.de



Sie möchten diese Seite kommentieren oder ergänzen?

Schicken Sie uns eine Mail
oder
Schreiben Sie im Forum