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Kessel, Silvius von

Silvius Carlos Benedict von Kessel, in Oldenburg (i. Oldbg.) geboren, ist seit 1994 Domorganist und -kantor am Erfurter Dom St. Marien und zugleich Orgelsachverständiger und Beauftragter für Kirchenmusik des Bistums Erfurt.

Er studierte zunächst an der Folkwang Hochschule in Essen Kirchenmusik (A-Examen mit Auszeichnung) - im Fach Orgel bei Prof. Gisbert Schneider - und dann mit einem Stipendium des „Deutschen Akademischen Austauschdienstes“ (DAAD) in Paris im Konzertfach Orgel (Literatur und Improvisation) bei Prof. Olivier Latry (Abschluß mit dem „Diplôme de Concertiste“).

  Silvius von Kessel war Initiator und Künstlerischer Leiter des „Internationalen Orgelwettbewerbes zu Erfurt <Domberg-Prediger>“, der im Rhythmus von drei Jahren 1999, 2002 und 2005 stattfand. Aus diesem Wettbewerb ging in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar der neugegründete „BACH/LISZT Orgelwettbewerb Erfurt-Weimar“ hervor, dessen künstlerische Leitung Silvius von Kessel innehatte.

Seit 2004 ist er Vorsitzender des Vorstandes der „Thüringer Bachwochen“, des größten Festivals klassischer Musik im Freistaat Thüringen.

Seit 1995 hat er einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar inne, ab dem Jahr 2008 als Honorarprofessor für Orgel.

Im September 2019 wurde die von ihm in den Jahren 2017/18 komponierte „Missa Cum Jubilo“ mit großem Erfolg im Erfurter Mariendom uraufgeführt. Das etwa 70-minütige symphonische Werk - für Gesangssolisten, Gemischten Chor, Kinderchor, Orgel und Großes Orchester - basiert auf der Gregorianischen Vorlage (Ordinarium Missae) der gleichnamigen Missa. Im September 2021 wurde sein in diesem Jahr komponiertes Orgelwerk „Heller-Suite“ (nach Themen des jüdischen Komponisten Hans Heller) zusammen mit dem Requiem von Hans Heller im Rahmen der ACHAVA-Festspiele uraufgeführt. Im Jahr 2022 wurde ein Teil seines Werkes „Confitemini - Psalm 118“ (für Gemischten Knabenchor, 2 Celli, Horn und Orgel) vom Tölzer Knabenchor und den Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt und Jens Peter Maintz sowie dem Hornisten Jörg Brückner uraufgeführt. Die Aufführung des gesamten Werkes soll im Jahr 2024 erfolgen.

Silvius von Kessel entfaltet eine ausgedehnte weltweite Konzerttätigkeit in Europa, Rußland, Nord- und Südamerika und Japan etc., als Interpret von Orgelliteratur, aber gleichermaßen in der Kunst der Orgelimprovisation. Besondere Würdigung fand u.a. seine freie Adaption für Orgel der 3. Symphonie von Anton Bruckner. Er ist Juror bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben (u.a. Montréal / CIOCM 2017), und es gibt von ihm zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen.

mit freundlicher Genehmigung von Silvius von Kessel
© Foto: Silvius von Kessel
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