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Felix Marangoni

Felix Marangoni, österreichisch-italienischer Organist, Cembalist, Clavichordist und Musikwissenschaftler, bestand das Diplom im Fach Orgel und Orgelkomposition mit Höchstnote am Konservatorium in Padua und das Diplom im Fach Cembalo mit summa cum laude am Konservatorium in Verona. Ausserdem studierte er Gregorianik bei Prof. G. Baroffio.
Er graduierte cum laude an der Universität “Ca’ Foscari” in Venedig zum dottore (B.A.) in Tecniche artistiche e dello spettacolo (Techniken der Darstellenden Kunst und des Schauspiels) mit einer Diplomarbeit über Klavierwerke von Hans Leo Hassler, und anschliessend cum laude zum dottore magistrale (M.A.) in Musicologia e beni musicali (Musikwissenschaft und musikalisches Kulturerbe) mit einer Dissertation über “Luca Marenzio’s Musik in der Turiner Tablatur” (die bedeutendste Sammlung Alter Musik für Tasteninstrumente). Letztere wurde 2011 von dem auf Claviermusik spezialisierten Verlag “Il Levante” veröffentlicht.

Er besuchte zahlreiche internationale Meisterkurse mit den Professoren H. Davidsson, H. Vogel, J. van Oortmerssen, G. Leonhardt, W. Porter, M. Radulescu, P. Van Dijk, L. Lohmann, P. Ruiter-Feenstra, J. Speerstra, E. Bellotti, L. F. Tagliavini, L. Tamminga, A. Marcon, L. Ghielmi, R. Jaud, K. Olesen u.a. bei den Seminaren in Smarano, Treviso und Pistoia (Italien), Alkmaar und Amsterdam (Niederlande) und Göteborg-GOArt (Schweden).

Als Preisträger in renommierten Wettbewerben konnte er sich auf internationalem Niveau profilieren:
Medaille des Präsidenten des Senates der Republik Italien anlässlich des “Goffredo-Giarda-Wettbewerbes” in Rom (2001), dritter Preis des “I. Internationalen Johann-Joseph-Fux-Wettbewerbes Süddeutscher Orgelmusik des Barock” in Österreich (2002), zweiter Preis (kein erster Preis vergeben) beim “I. Internationalen Buxtehude-Orgelwettbeweb” in Lübeck (2007), zweiter Preis (kein erster Preis vergeben) beim “II. Internationalen Orgelwettbewerb Herford” in Deutschland (2008) und Halbfinalist bei den Wettbewerben von Brügge (B) (2009) und “Silbermann” in Freiberg (D) (2009).

Im Jahr 2012 wirkte er am Konservatorium in Mantua als Professor für Orgel-Praxis und Gregorianik. Im Jahr 2010 fungierte er als Juror beim “Internationalen Johann-Joseph-Fux-Wettbewerb süddeutscher Orgelmusik” in Graz. Im Auftrag der Accademia Organistica Udinese hielt er eine Masterclass über Deutsche Orgelmusik des Barock ab. Seitens des “Festivals Organistico in Treviso” wurde er u. a. im Rahmen eines ECHO-Projektes (Europäische Vereinigung historischer Orgeln) mit der Supervision der 9-sprachigen Edition der vierhändigen Orgeltranskription von Prokofiev’s “Peter und der Wolf” beauftragt.

Als zertifizierter Kopist der Notationssoftware “Sibelius” richtet er besonderes Augenmerk auf die formalen Aspekte der Partitur in Bezug auf deren Korrektheit und Verständlichkeit. Er beschäftigt sich ausserdem mit Übersetzungen im Bereich der Musikwissenschaft und mit der Erforschung und dem Studium der historischen Aufführungspraxis sowie mit der Transkription von Manuskripten Alter Musik.

Ausser seiner Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist, Clavichordist und Continuist zählt zu seinem Wirkungsbereich auch die Zusammenarbeit mit Solisten und verschiedenen musikalischen Formationen (u.a. Capella Marciana, Ensemble Tibicines, L’Arsenale, Göteborg Art Baroque, Coro Latomàs, Ensemble Hierophonia Vocalis). Sein Repertoire reicht von Alter Musik bis hin zu zeitgenössischen Autoren.

Derzeit sind diverse CD-Einspielungen für internationale Labels in Ausarbeitung: zwei CD’s mit Orgelwerken von G. A. Homilius und eine Doppel-CD mit Bach’schen Orgel und Cembalo-Werken mit dem Titel “J. S. Bach und Italien”. Des weiteren sind heuer CD-Einspielungen mit Werken von J. G. Walther mit dem Titel “Italienische Orgelkonzerte” vorgesehen.

Er bekleidet die Funktion des Titularorganisten an der drei-manualigen Dell-Orto-Lanzini-Orgel (nach Andreas Silbermann) der Pfarrkirche San Giuseppe in Treviso und ist Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter des Vereines und Festivals “Organum” in Venedig-Mestre.


Mit freundlicher Genehmigung von Felix Marangoni
OI-KM-M-9



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