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Ann-Helena Schlüter

Ann-Helena Schlüter ist eine der wenigen und seltenen deutschen Konzertorganistinnen und Komponistinnen ihrer Zeit, und eine der vielseitigsten Künstlerinnen und Forscherinnen ihrer Generation, die zudem für Orgel, Orchester, Klavier komponiert. Sie genießt als virtuose, deutsch-schwedische Konzertpianistin, Solistin am Flügel (Konzertexamen Meisterklassendiplom HfM Würzburg Klavier Bernd Glemser, zuvor HfMT Hochschule für Musik und Tanz Köln) und als Konzertorganistin (Konzertfach Orgel Pieter van Dijk HfMT Hamburg; HfMDK Frankfurt am Main; Master Orgel HfM Würzburg Christoph Bossert, Gesamtnote 1,0), zudem auch als Komponistin, Lyrikerin und Romanautorin international Ansehen. Die Deutsch-Schwedin und Musikpädagogin widmet sich ihren außergewöhnlichen Begabungen und konzertiert weltweit, auch in Coronazeiten.

Sie ist zudem Musikwissenschaftlerin und Musikvermittlerin (Doppel-Hauptfach Musikwissenschaft und Musikpädagogik Universität Würzburg; Universität Leipzig; Universität Salzburg Mozarteum, promovierend in beiden Fächern). Geboren in einer Pianistenfamilie in Nürnberg, zeigten sich früh ihre musikalischen und literarischen Talente. Sie galt als Wunderkind. Sie begann das Klavierspiel mit drei Jahren bei ihren Pianisten-Eltern (Vater Prof. Karl-Heinz Schlüter). Zunächst wurde sie unterrichtet von ihrer Mutter (Schwedin, geboren in Jönköping), dann von ihrem Vater Prof. Karl-Heinz Schlüter (Busoni- und Chopin-Preisträger, geboren in Torgau). Sie nahm erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil, gewann in Musik und Literatur erste Preise, weitere Preise, Stipendien, Auszeichnungen, u.a. bei den internationalen Klavierwettbewerben Nürnberg, München, London, Ettlingen sowie beim Steinway-Klavierwettbewerb Hamburg, in Italien, zuvor mehrfach erste Bundespreisträgerin mit Sonderpreis.

Sie gewann den internationalen Literaturwettbewerb Nürnberg und Villach in Österreich und war Preisträgerin in den Literaturwettbewerben Regensburg, Wien, München, Bielefeld, Berlin und Hamburg. Sie veröffentlicht jährlich Soloalben, beim Label Hänssler Classic (Klavier), Audite Verlag (Orgel), Romane, Kompositionen für Orchester und Orgel und eigene Lyrikbände: bei den Verlagen SCM, kopaed München, Wißner Augsburg, Furore in Kassel, Heinrichshofen Bielefeld, Laurentius Frankfurt am Main, Glarè Frankfurt am Main, Periplaneta Berlin, cap-music Altensteig. Ihre Diskografie umfasst u.a. Bachs Wohltemperiertes KlavierKunst der Fuge, Goldberg-Variationen, Musikalisches Opfer, große Orgelwerke, eigene Werke, Zyklen, Chopin und Liszt. 

Sie besitzt einen dreifachen Master, ein dreifaches Diplom, zudem Magister M.A. und Bachelor, Konzertexamen und Meisterklassendiplom. Sie studierte einige Jahre parallel im Doppel-Studium und sogar im Dreifach-Studium; dies erfolgreich abgeschlossene Präsenzstudien (drei Hauptfächer an drei Unis), was es so zuvor noch nie gab, mit teilweise Gesamtnoten von 1,0. 

Sie begann bereits während ihrer Ausbildung ihre Karriere. Ein intensives Studium Künstlerisches Klavier, Künstlerische Orgel, Komposition, Instrumentalpädagogik, Doppel-Hauptfach Musikwissenschaft und Musikpädagogik (promovierend in beidem) folgten; Hochbegabtenförderung und jungstudierend neben dem Musikgymnasium. Ihre Studien führten sie an die Musikhochschulen HfM Würzburg (Konzertexamen Klavier, Meisterklassendiplom Bernd Glemser), HfMT Köln (Klavier), HfM Detmold (Solistenklasse Klavier), HfMDK Frankfurt am Main (Orgel), HfK Heidelberg (KE Konzertexamen Orgel), HfM Würzburg (Master Orgel), HfMT Hamburg (Konzertfach Orgel) sowie Universität Leipzig (Musikwissenschaft), Universität Würzburg (Doppel-Hauptfach Musikwissenschaft, Musikpädagogik), Universität Mozarteum Salzburg (Musikvermittlung), Perth (Australien) und Arizona State University Phoenix, USA (Kammermusik, Liedbegleitung, Korrepetition, kirchenmusikalische Studien). Sie studierte zuerst Klavier, mit Komposition, und danach Orgel, mit Komposition (Dirigieren, Gesang, Cembalo und Jazz-Piano im Wahlfach), zudem im Ausland mit DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst).

Sie studierte 2018 Bachelor Konzertorgel (Gesamtnote 1) an der HfMDK Frankfurt am Main in 2 Semestern mit Hochstufung von 6 Semestern, was er noch nie zuvor gab, und Note 1, und direkt danach (Master übersprungen) Studium Konzertexamen KE Konzertexamen Orgel an HfK Heidelberg 2019, was es noch nie zuvor gab, direkt vom Bachelor ins Konzertexamen zu springen (schon gar nicht, wenn ein Instrument erst zwei Jahre gespielt wird). Sie wechselte für Master Konzertorgel (Gesamtnote 1,0 im Jahr 2020) an die HfM Würzburg bei Christoph Bossert mit Hochstufung, zudem HfMT Hamburg Pieter van Dijk und Jan Ernst mit Hochstufung 2021; Dirigieren bei Frank Löhr, Ari Rasilainen; Clavichord und Cembalo bei Menno van Delft (Wahlfach). Sie studierte Musik insgesamt in Deutschland, USA, Australien und Österreich. Sie schreibt Werke, Lieder, Kompositionen für Orgel, Klavier, Orchester, Streichtrio, Quintett und Chor. 

Ihre ProfessorInnen waren Bernd Glemser, Pieter van Dijk, Jan Ernst, Christoph Bossert, Hans-Ola Ericsson, Günther Kaunzinger, Carsten Wiebusch, Arne Torger, Anatol Ugorski, Eckart Sellheim, Kimberly Marshall, Cembalo und Clavichord bei Menno van Delft, Hammerklavier Jesper Christensen, Musikwissenschaft bei Ulrich Konrad, Helmut Loos, Reinhard Flender, Musikpädagogik bei Friedhelm Brusniak, Dirigieren bei Ari Rasilainen und Frank Löhr, Musikvermittlung Heike Henning, Silke Schmid (Freiburg). Sie studierte parallel Musikwissenschaft und Musikpädagogik (Universitäten Würzburg, Leipzig, Mozarteum Salzburg). Meisterkurse (Auswahl in Klavier, Komposition, Klavierduo und Orgel u.a. bei Naji Hakim, Hans-Ola Ericsson, Olivier Latry, Daniel Roth, Paul Jacobs, Sergio Perticaroli, Martin Schmeding, Paul Gulda, Alexis Weissenberg, Karl-Heinz Kämmerling, Pavel Gililov, Margulis, Paul Badura-Skoda, Angela Hewitt, Klavierduo Schlüter, Klavierduo Tal/Groethuysen rundeten ihre Ausbildung ab. Sie spezialisierte sich auf J.S. Bachs Musik, schrieb ihre Diplomarbeit, Masterarbeit, Magisterarbeit über Zyklen von J.S. Bach, ebenso ihre beiden Dissertationen, an denen sie arbeitet. 

Ann-Helena Schlüter ist als gefragte Solistin am Klavier und an der Orgel weltweit zu erleben. So gastierte sie neben zahlreichen Konzertverpflichtungen in Deutschland und im europäischen Ausland auch in Israel, Russland, Afrika und Nepal, auf den Philippinen, in Australien, USA und Asien, bei namhaften Klangkörpern wie der Deutschen Radio Philharmonie, den Jenaer Philharmonikern, dem Nürnberger Opernhaus-Orchester, dem Masterworks-Festival-Orchestra USA und diversen Kammerorchestern auf renommierten Bühnen, darunter Gewandhaus zu Leipzig, Liederhalle Stuttgart, Mozarteum Salzburg bei den Festspielen, Admiralspalast Berlin, Meistersingerhalle Nürnberg, Schloss Elmau, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie Berlin.

Zahlreiche Aufnahmen und Interviews für den Bayerischen, Norddeutschen und Saarländischen Rundfunk SR, SWR, NDR, ADR und MDR Thüringen und Deutschlandfunk in Klavier und Orgel sowie als Künstlerin für Hänssler Classic, Audite, Classicophon, SCM und cap-music dokumentieren ihr Wirken. So spielte sie als Recording Artist u.a. Bachs Kunst der Fuge, GoldbergVariationenWohltemperiertes KlavierMusikalisches Opfer und große Orgelwerke ein und widmete sich auf CDs intensiv Beethovens Sonaten, Chopins Etüden und Balladen sowie eigenen Kompositionen, Improvisationen und Liedern. Daneben veröffentlichte sie acht Bücher: Drei Romane, drei Lyrikbände (Glaré Verlag Frankfurt, Periplaneta Verlag Berlin, Fontis Verlag Basel, SCM Verlag) und wissenschaftliche Abhandlungen (kopaed Verlag München, Wißner Verlag). Zudem hat sie internationale Preise in Malerei gewonnen, so in Brüssel. Ihre Kompositionen sind verlegt u.a. in Heinrichshofen Verlag, Laurentius Verlag Frankfurt, Furore Verlag Kassel. Neben ihren vielseitigen Konzertverpflichtungen promoviert die Künstlerin derzeit über Musikvermittlung und Bachvermittlung von Bachs Musik an Jugendliche an der Universität Mozarteum Salzburg. Mit ihrer Schwester Magdalena gewann sie internationale Duo-Klavierwettbewerbe.

Sie war Leistungs-Stipendiatin des DAAD, Erasmus, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Neumann Stiftung Frankfurt, der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth, der Salzburger Festspiele, DCS Stuttgart, Empfängerin von Fördergeldern der Gisela Bartels-Stiftung Hamburg und HfMT Hamburg/ Ernst von Siemens Musikstiftung, Schweiz.

Ann-Helena Schlüter hat mit der  H I O B Stiftung SCHOP eine Orgeltour durch Thüringen gemacht und dabei verschiedene Orgeln besichtigt und bespielt, wie die Thielemann-Orgel Großneuhausen und die Kleine Ladegast-Orgel in Ganglofsömmern. Das Spielen wurde über den Youtube-Kanal der H I O B Stiftung SCHOP live übertragen.

Sie ist sehr interessiert an Orgelbau, reist als Orgelsachverständige durch Deutschland, um Orgeln abzunehmen (u.a. Steinmeyer-Orgel Hüttenheim, Thielemann-Orgel Großneuhausen, Kleine Ladegast-Orgel Weißenfels und Ganglofsömmern, Späth-Orgel Maikammer, Weigle-Orgel Mannheim) und kennenzulernen. Sie ist Instrumenten- und Orgelsammlerin. Sie malt mit Acryl, Öl und Mischtechnik auf Leinwand. 


Text/Foto mit freundlicher Genehmigung von Ann-Helena Schlüter
Foto: Viktor Schwabenland
OI-KM-S-24
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