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Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd
Positive Bilanz zum Thema „Alles im Fluss“

Im Jahr der Remstal Gartenschau stand das 31. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd vom 5. Juli bis 4. August unter dem Motto „Alles im Fluss“. Gemeinsam mit den Festivalmachern zog Gmünds Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse eine erfreulich positive Bilanz: Über 14.000 Besucherinnen und Besucher waren in den vier Festivalwochen nach Schwäbisch Gmünd gekommen, über 9.000 Karten wurden verkauft. 14 Konzerte waren ausverkauft, für weitere Veranstaltungen gab es nur noch Restkarten. Die Gesamtauslastung lag bei 95 Prozent. Dabei konnte sich das Festival wieder auf ein treues Stammpublikum verlassen: 87 Prozent der Karten wurden bereits vorab erworben – seit der Gründung des Festivals das drittbeste Vorverkaufsergebnis. Mit sympathischen Aktionen begleitete der Freundeskreis ausgewählte Konzerte. Acht Veranstaltungen wurden vom Südwestrundfunk aufgezeichnet. Sie werden noch bis Anfang Oktober im Hörfunkprogramm SWR2 und sogar bundesweit im „ARD Radiofestival“ ausgestrahlt.



„Das attraktive Festival-Programm hat Gäste aus der ganzen Welt in unsere Stadt gelockt und das Thema ‚Alles im Fluss‘ passend zur Remstal Gartenschau vielseitig erlebbar gemacht“, freut sich Bürgermeister Dr. Joachim Bläse: „Wir dürfen stolz sein auf den internationalen Erfolg unseres Kirchenmusikfestivals, das im Februar mit dem Qualitätslabel ‚EFFE 2019/2020‘ für exzellente Festival-Arbeit ausgezeichnet wurde.“ Vom 15. Juli bis 9. August 2020 findet das 32. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd zum Thema „Ich & Wir“ statt.


Festival-Rückblick
Ein Sonderkonzert mit dem Stuttgarter Kammerchor unter der Leitung des international gefeierten Dirigenten und Festival-Preisträgers 2004 Frieder Bernius eröffnete die 31. Festival-Saison: Auf dem Programm stand Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“, das hochkarätig besetzt für ein Konzert-Erlebnis der Superlative sorgte. Am Freitag, 12. Juli, startete das Kirchenmusikfestival mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der Augustinuskirche: Die feierliche Liturgie mit Pfarrer Matthias Plocher, Dekan Robert Kloker und einer Festpredigt des emeritierten Weihbischofs Dr. Johannes Kreidler wurde vom Jungen Süddeutschen Kammerchor „camerata nova“ unter Peter Kranefoed musikalisch umrahmt. Im Anschluss bewirtete der Freundeskreis – aufgrund der Witterung im Festsaal des Kulturzentrums Prediger. Oberbürgermeister Richard Arnold begrüßte die Festivalgäste; die „camerata nova“ sang gut gelaunte, weltliche Chorliteratur zum Thema „Alles im Fluss“. Als festen Baustein des Festivals hat sich das „Musikforum“ in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart etabliert. Unter der Leitung des Musikbeauftragten Detlef Dörner widmete sich das Forum 2019 dem „Klang des Wassers“. Ein neues, innovatives Format präsentierten die Festivalmacher am Samstag, 13. Juli, mit dem Filmkonzert „Homo sapiens“ und zeitgenössischer Vokalmusik – live gesungen von der herausragenden „Company of Music“ Wien unter Johannes Hiemetsberger. Langanhaltende Beifallsstürme gab es für die sechs jungen georgischen Talente von „The Quintessence“, und kammermusikalische Glanzlichter bot das „Salagon Quartett“ mit einer Uraufführung des in Schwäbisch Gmünd aufgewachsenen Komponisten Dirk Schaller und dem Streichquintett C-Dur von Franz Schubert mit Christoph Dangel am Violoncello.
Unvergessen wird den 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland der „Singing Day“ mit John Rutter bleiben. Die Stadt ehrte den britischen Komponisten am Abend mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2019. Die Gestaltung des ausverkauften Preisträgerkonzerts übernahm der „Chamber Choir of Europe“ unter Leitung von Nicol Matt. Am Ende des Konzerts dirigierte John Rutter selbst das europaweit gefeierte Ensemble und die 400 „Singing Day“-Teilnehmenden: Die berühmten Chorsätze „Look at the world“ und „The Lord bless you and keep you“ brachten das gesamte Münster zum Klingen – ein einmaliges Erlebnis! Der schwedische Star-Organist Gunnar Idenstam begeisterte im ersten Solo-Recital auf der großen Klais-Orgel. Sein Programm schlug einen weiten Bogen von Bach bis „Metal Angel“, und im ersten Nachtkonzert des Festivals erzählte das französische Ensemble Obsidienne höchst virtuos auf den farbigen Instrumenten des Mittelalters die Schöpfungsgeschichte. Einen weiteren Höhepunkt setzte der niederländische Bach-Experte und Dirigent Ton Koopman mit seinen Ensembles „Amsterdam Baroque Choir & Orchestra“. Im Gepäck hatten sie zwei geistliche Kantaten und einen weltlichen Sängerwettstreit von Bach, dargeboten in vollendeter Form und Präzision: Stehende Ovationen – wie auch für das Konzert des außergewöhnlichen schwedischen Kammerchors „VoNo“ (Voces Nordicae), der am Folgetag in der Wallfahrtskirche Unterkochen das Publikum in seinen Bann zog.
Mit unbändiger Energie und Musizierfreude ging es auch in die dritte Woche: Ergreifend war das Singspiel „Der kleine Prinz“ unter Leitung von KMD Sonntraud Engels-Benz. Die Zuhörerinnen und Zuhörer ließen sich von der enormen Gemeinschaftsleistung des Cappella-Chors der Augustinuskirche und des Rosenstein-Gymnasiums Heubach verzaubern. Äußerst charmant überzeugten darüber hinaus die brillanten Männerstimmen des englischen Newcomer-Ensembles „The Gesualdo Six“ mit britischer Vokalmusik von Renaissance und Gegenwart. Eine weitere Neuentdeckung durfte das Publikum am Folgetag im Heilig-Kreuz-Münster erleben: Erstmals erklang im Festival das Oratorium „Der Durchzug durchs Rote Meer“ von Johann Nepomuk Hummel. Mit diesem Meisterwerk, vier Weltklasse-Solisten, dem Philharmonischen Chor und dem Chor der Pädagogischen Hochschule sowie der Sinfonietta Tübingen gelang KMD Stephan Beck eine eindrucksvolle Premiere. Die Pariser Organistin Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin zog im zweiten Solo-Recital mit bekannter Orgelliteratur und freien Improvisationen alle Register der großen Klais-Orgel, und im zweiten Nachtkonzert improvisierte der Laupheimer Organist Gregor Simon mit viel Witz und Leidenschaft zum Stummfilm „Our Hospitality“ (1923) von Buster Keaton. Bis auf den letzten Platz ausverkauft war das Konzert der klassischen Band „SPARK“ mit Countertenor Valer Sabadus: Ein mitreißender Abend, der den Festivalgästen noch lange in Erinnerung bleiben wird! So auch das Konzertfinale des 16. Internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation, das Cyril Julien aus Fribourg für sich entscheiden konnte.
Die vierte Festivalwoche begann mit einem meditativen Programm für Violine und Violoncello: Lilit Tonoyan und Davit Melkonyan verbanden im Kloster der Franziskanerinnen Arrangements armenischer Sakralgesänge mit Musik von Johann Sebastian Bach – eine einzigartige Symbiose zweier Welten. Ebenfalls ausverkauft war die Aufführung der „Schwäbischen Schöpfung“ mit dem jungen Ensemble „Société Lunaire“ in der Johanniskirche, wie auch das Konzert des Klavierduos Hans-Peter & Volker Stenzl. Ihre innige Interpretation, dabei auswendig gespielte Fassung der 4. Sinfonie von Johannes Brahms ergänzte der bekannte Schauspieler Hanns Zischler mit ausgewählten Texten von Friedrich Nietzsche – das Publikum dankte mit Bravo-Rufen. Für das dritte Orgel-Recital war Stephen Tharp aus New York angereist. Er gilt als „der beste Organist in Amerika“ und entlockte der großen Klais-Orgel mit Werken von Georg Friedrich Händel bis William Albright beeindruckende Klangfarben. Das dritte Nachtkonzert stand unter dem Label „Podium Junge Talente“: Mit ihrem „Colourful Concert“ wussten die vier hochtalentierten „Hanke Brothers“ ihr Publikum auf eine spannende musikalische Reise mitzunehmen. Sie führte durch alle Epochen und Stile, durch ganz Europa – ein wohliger Anschlag auf alle Sinne! Swingend fand das 31. Festival Europäische Kirchenmusik zum Thema „Alles im Fluss“ im Remspark seinen Ausklang: „The Swinging River Band“ unter der Leitung von Klaus-Dieter Mayer und mit Gast-Sängerin Petla Akum entführten das Publikum von Schwäbisch Gmünd nach Las Vegas, von der Rems an den Mississippi, immer gut gelaunt über alle Grenzen hinweg. Diesen mitreißenden Schwung spürte man auch im ökumenischen Schlussgottesdienst mit dem Nürtinger Shanty-Chor „Die Neckar-Knurrhähne“.

Medienresonanz
Vielfältig berichteten die Medien über das Festival Europäische Kirchenmusik 2019. Der Südwestrundfunk zeichnete acht Konzerte für das Hörfunkprogramm SWR2 auf. Noch bis Anfang Oktober werden die Mitschnitte ausgestrahlt. Alle Sendetermine werden unter www.kirchenmusik-festival.de und in den lokalen Tageszeitungen veröffentlicht.

Kooperationen
Das Festivalprogramm 2019 wurde ergänzt durch einen Vortrag des Journalisten Dr. Heribert Prantl – in Kooperation mit der Gmünder Volkshochschule im Rahmen der Literaturreihe „wortReich“ sowie durch die Ausstellung „Wasser“ im Labor im Chor (Kulturzentrum Prediger). Diese Ausstellung mit zeitgenössischem Kunsthandwerk ist noch bis Sonntag, 8. September, geöffnet. Das Musikforum „Vom Klang des Wassers“ fand in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter der Leitung des Musikbeauftragten Detlef Dörner in der Gmünder Volkshochschule statt.

Veranstalter / Finanzierung
Das Festival Europäische Kirchenmusik wird veranstaltet vom Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Gmünd. Der Veranstaltungsetat beträgt seit Jahren konstant 400.000 Euro.
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Pressemeldung Stadt Schwäbisch-Gmünd