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Die Orgeln der Kreuzkirche in Dresden

Die große Jehmlich-Orgel
Restaurierung 2026
Disposition
Eine "liegende Orgel"
Orgelpositiv auf der Chorempore
Truhenorgel auf der Chorempore
Die Chororgel
(nicht mehr vorhanden)

Die Geschichte der Kreuzkirche
Kreuzorganisten
Der Förderverein
Anschriften

Die große Jehmlich Orgel

1956 begann die Planung der Hauptorgel. Von vornherein war ein viermanualiges Werk mit Schleifladen und mechanischer Spieltraktur über der Chorempore vorgesehen. Die Verantwortlichen der Orgelwerkstatt Gebrüder Jehmlich und die Sachberater einigten sich 1961 auf 76 Register auf 4 Manualen (Hauptwerk, Kronwerk, Schwellwerk, Brustwerk) und Pedal. Die Disposition war auf Klangfülle und Vielseitigkeit angelegt. Allerdings wurde bei der Intonation ein eher transparanter Klang angestrebt. So bestach die 1963 vollendete Orgel durch ihre fast unerschöpfliche Farbenvielfalt, während monumentale Fülle, die vor allem für romantisch-symphonische Musik erforderlich ist, nur begrenzt erreichbar war.
Orgelbaumeister Otto Jehmlich veranlasste im Anschluss an den Orgelbau akustische Untersuchungen und daran anknüpfende Veränderungen zur Steigerung der Klangkraft.

Nach 40 Jahren war eine umfassende Erbeuerung der Orgel notwendig. Verschleiß, klimatisch bedingte Schäden und Verschmutzung hatten dem Instrument erheblich zugesetzt. Die Renovierung des Kirchenraums veränderte auch die Akustik. In den Jahrzehnten seit der Erbauung hatte sich die Sicht auf das orgelmusikalische Erbe wesentlich erweitert. So wuchs der Wunsch, die Klanggestalt ohne Veränderung des Grundkonzeptes von 1963 nunmehr konsequent im Sinn der Schöpfer der Orgel zu optimieren. Die Charakteristik der Einzelregister wurde plastischer herausgearbeitet. Trotzdem überzeugt nunmehr gerade die Gesamtwirkung durch Geschlossenheit und raumfüllende Kraft.

Mit ihren hervorragenden künstlerisch-klanglichen und handwerklich-technischen Leistungen schenkten die Fachkräfte der Firma Jehmlich dem für Dresden mit Abstand größten Instrument überreiche musikalische Möglichkeiten in einer selten erreichten Harmonie von Raumakustik und Orgelklang. Ein bedeutender Gewinn für das kirchenmusikalische Leben der Stadt!

Nach der von 2002 bis 2008 nach den oben erläuterten Grundsätzen in drei Bauabschnitten durchgeführten, grundlegenden Sanierung verfügt die größte Orgel Dresdens nunmehr über 80 Register, verteilt auf vier Manuale und Pedal.

Frank-Harald Greß und Kreuzorganist Holger Gehring

Restaurierung 2026

Die derzeitige Jehmlich Orgel aus dem Jahr 1963 ist mit 6.293 Pfeifen und über 80 Registern, verteilt auf vier Manuale und Pedal, das mit Abstand größte Instrument Dresdens. Nach einer grundlegenden Sanierung in den Jahren 2005 bis 2008 gilt sie als Meisterwerk, das eine seltene Harmonie zwischen Raumakustik und Klangcharakter erreicht.

Die Anfang 2026 begonnenen Maßnahmen dienen dazu, dieses künstlerische Erbe für die Zukunft zu wappnen. In einem ersten Schritt werden Teilwerke der Orgel gründlich gereinigt und die Funktionsfähigkeit der Stimmvorrichtungen geprüft. Zudem wird die gesamte Elektrik grundlegend modernisiert, um den heutigen Sicherheits- und Leistungsanforderungen zu entsprechen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Erneuerung der fast 20 Jahre alten elektronischen Steuerung der Registertraktur und der Speichermöglichkeiten der Orgelregistrierungen, die schnelle klangliche Wechsel ermöglichen. Sowohl Registrierungen aufwendiger Orgelwerke als auch Registrierungen verschiedener Organistinnen und Organisten können künftig nahezu unendlich gesichert abgespeichert werden.
Durch den Einbau einer modernen MIDI-Schnittstelle wird das Instrument künftig sogar fernsteuerbar und kombinierbar mit elektronischen Instrumenten sein. Dadurch wird auch die Wartung effizienter gestaltet: Eine neu installierte Fernsteuerung der Tasten erlaubt es, die Jehmlich Orgel künftig mit nur einer Person zu stimmen, ohne dass ein zusätzlicher Tastenhalter benötigt wird.

Während der gesamten Bauphase bis Ende März wird die große Jehmlich Orgel nicht zu hören sein. Die musikalische Gestaltung der Vespern und Gottesdienste bleibt dennoch auf hohem Niveau gesichert. Als Ersatz dient die liegende Orgel aus der Werkstatt Kristian Wegscheider, die während dieser Zeit permanent im Altarbereich stehen wird und zu besonderen Anlässen wie zur Lichtmessvesper am 31. Januar und zum ersten Orgelzyklus-Konzert des Jahres am 18. März auch gemeinsam mit Orchester erklingen wird. Die Chöre werden während der Orgelsanierung auf der ersten Empore rechts vorn positioniert und bei Bedarf von einer Truhenorgel aus der Werkstatt Rohlf begleitet.

Disposition

Erbaut 1963 als op. 800 durch Gebrüder Jehmlich, Dresden
Orgelweihe 31. Oktober 1963, Wiedereinweihung 31. Juli 2005
Überarbeitet 2002, 2005 und 2008 durch Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH
Fertigstellung 13. Februar 2008

I. Manual
Hauptwerk, C-a’’’
II. Manual
Kronenwerk, C-a’’’
III. Manual
Schwellwerk , C-a’’’

IV. Manual
Brustwerk, C-a’’’

Pedal
C-g’
Prinzipal 16’ Quintatön 16’ Spitzgedackt 16’ Holzgedackt 8’ Untersatz 32’
Oktave 8’ Prinzipal 8’ Kupferprästant 8’ Quintatön 8’ Prinzipalbaß 16’
Gemshorn 8’ Spitzgambe 8’ Engprinzipal 8’ Engprinzipal 4’ Subbaß 16’
Rohrflöte 8’ Zinngedackt 8’ Traversflöte 8’ Rohrflöte 4’ Zartpommer 16’
Oktave 4’ Oktave 4’ Koppelflöte 8’ Spitzoktave 2’ Oktavbaß 8’
Spitzflöte 4’ Blockflöte 4’ Weidenpfeife 8’ Querflöte 2’ Holzflöte 8’
Quinte 2 2/3’ Nasat 2 2/3’ Schwebung 8’ Rohrgemsquinte 1 1/3’ Oktave 4’
Oktave 2’ Oktave 2’ Prinzipalflöte 4’ Oktavzimbel 2fach Rohrpfeife 4’
Flachflöte 2’ Terz 1 3/5’ Spitzgambe 4’ Carillon 3fach Überblasend Dolkan 2’
Kornett 2-4fach Septime 1 1/7’ Oktave 2’ Rohrkrummhorn 16’ Jauchzend Pfeife 1’
Großmixtur 5-6fach Schwiegel 1’ Singend Nachthorn 2’ Bärpfeife 8’ Basszink 4fach
Kleinmixtur 6-7fach Scharff 5-6fach Hornwerk 2-3fach Trichterregal 4’ Rauschwerk 5fach
Fagott 16’ Quintzimbel 3fach Sesquialtera 2fach Tremulant Choralmixtur 4fach
Spanische Trompete 8’ Rankett 16’ Mixtur 6-7fach Bombarde 32’
Krummhorn 8’ Tonus fabri 2fach Posaune 16’
Rohrschalmei 4’ Bombarde 16’ Dulzian 16’
Tremulant Trompete 8’ Trompete 8’
Oboe 8’ Feldtrompete 4’
Clarine 4’ Singend Cornett 2’
Tremulant Tremulant Kleinpedal

Spielhilfen
Koppeln (elektrisch): II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
Suboktavkoppeln: (elektrisch) II/I, III/I, II/II, III/II, III/III
Superoktavkoppeln: (elektrisch): III/I, III/II, III/III, III/P

Setzer mit 4000 Kombinationen
Schweller Manual III
Schweller Manual IV
Registercrescendo A, B, C, D
Zungeneinzelabsteller
Handregister ab
Regler Tremulantenfrequenzen
Zimbelsterne 1, 2, 3

Schleifladen
Mechanische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur

Eine "liegende Orgel" für die Kreuzkirche

Bereits seit Jahren fehlte in der Kreuzkirche eine adäquate Orgel, die als Begleitinstrument für die kirchenmusikalischen Aufführungen auf dem Altarplatz verwendet werden kann. Das vorhandene kleine Positiv war zwar sehr schön, aber viel zu leise. Umso erfreulicher ist es, dass in der Vesper am 3. Mai 2008 eine neue Continuoorgel eingeweiht werden konnte, die den besonderen Anforderungen, die in der Kreuzkirche an ein solches Instrument gestellt werden, ideal angepasst ist. Sie wurde von der Dresdner Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider gebaut und verfügt über 10 Register, verteilt auf ein Manual und Pedal.

Aufgrund seiner besonderen Konstruktion kann das Instrument auch als „liegende Orgel“ bezeichnet werden, denn im Gegensatz zum herkömmlichen Orgelbau, bei dem das Pfeifenwerk steht, sind die Pfeifen der Manualwindlade schräg liegend angeordnet. Dadurch benötigt das Instrument nur gut einen Meter Höhe und kann mitten im Orchester aufgestellt werden, ohne für die Musiker die Sicht zu versperren. Bei Bedarf kann ein zweites Modul mit einem Pedalregister angefügt werden, das im Rücken des Spielers aufgestellt ist. In der Konstruktion wurde es nach vielen Vorüberlegungen Vorbildern nachempfunden, die sich im Barock in süddeutschen Klöstern finden. Besonders die 1693 von dem Zittauer Orgelbauer Paul Prescher für das Kloster Mönchsdeggingen im Ries erbaute Chororgel stand hierbei Pate.

Das Pfeifenwerk erhielt eine besondere Haltevorrichtung, die es auch im Liegen gegen das Herausfallen schützen, Notenpulte für die Mitmusizierenden wurden gleich in das Instrument integriert. Pfeifenwerk und Technik sind so eingerichtet, dass sowohl auf verschiedenen Stimmtonhöhen als auch in verschiedenen Stimmungsarten musiziert werden kann. Daher eignet es sich neben seiner reinen Continuofunktion auch sehr gut zur stilgerechten solistischen Wiedergabe alter Orgelmusik.


Disposition "Liegende Orgel"

Manual (C-f’’’)

Pedal (C-d°)

Principal 8’
C-H aus Gedackt 8’, Holz

Subbass 16’
Holz

Gedackt 8’
Holz
Octave 4’
C-c° Holz, ab cis° Metall
Flöte 4’
Holz, gedeckt
Quinte 3’
Zinn
Superoctave 2’
Zinn
Terz 1 3/5’
c°, Zinn
Cimbel 2-fach 1 1/3’
Zinn

Regal 8’
Metallbecher


Transponiermöglichkeiten für 415, 440, 465 hz.
Umstimmung auf 430 hz sowie in verschiedene Stimmungsarten ist möglich.

Das Pedal ist ständig an das Manual angehängt.
Erbaut 2008 durch die Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider, Dresden
Historische Manual- und Pedalmensuren („Schnabelpedal“)

Orgelpositiv auf der Chorempore

1997 erbaute die Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider ein einregistriges Positiv mit liegenden Holzpfeifen, das aufgrund seiner geringen Größe und seines Gewichts relativ leicht an verschiedenen Stellen des großen Kirchenraumes genutzt werden kann. Nachdem es nach dem Abbau der Altarorgel lange Jahre als Continuoinstrument für alle Aufführungen des Kreuzchores auf dem Altarplatz gedient hat, erhielt es nach der Fertigstellung der „Liegenden Orgel“ seinen Platz auf der Chorempore. Dort wird es vor allem bei der gottesdienstlichen Figuralmusik genutzt. Die Möglichkeiten des Umstimmens und des Spiels auf verschiedenen Tonhöhen bringt Vorteile für die Aufführung Alter Musik mit sich.

Disposition:

Manual (C-d3’)
Gedackt 8' Holz
Truhenorgel auf der Chorempore

Das speziell für die Kreuzkirche konzipierte Instrument wurde 2022 von der renommierten württembergischen Orgelbauwerkstatt Rohlf gebaut, die sich auf den Bau solcher Instrumente spezialisiert hat. Es verfügt über sechs Register und dient zur Begleitung der sonntäglichen Gottesdienstmusik auf der Chorempore, speziell bei Kantatenaufführungen. Das kompakte Instrument ist nicht nur fahrbar, sondern kann auch auf verschiedene Tonhöhen transponiert werden und verfügt damit über die notwendige Flexibilität moderner Ansprüche. Die Truhenorgeln der Orgelbauwerkstatt Rohlf zeichnen sich besonders durch ihre edle Bauqualität und durch ihren trotz der geringen Ausmaße äußerst tragfähigen Ton aus.

Disposition:

Manual
Principal 8'
Eiche ab f°
Gedackt 8'
Eiche Schleifenteilung bei e°/f°
Principal 4'
Eiche ab c°
Rohrflöte 4'
Eiche Schleifenteilung bei H/c°
Quinte 3'
Eiche ab c°, Zinn ab f“‘
Octave 2'
Eiche C-H gedeckt, ab f“‘ Zinn

Transponiermöglichkeiten für 415, 440 und 460 hz
Temperatur (Stimmung) historisch/gleichstufig, nach Bedarf umstimmbar
Manual, Tonumfang H1 bis f³; Klaviaturumfang C bis f³, bei Spiel in hoher Lage C bis e³



Die Chororgel (nicht mehr vorhanden)

1957 erbauten die Gebrüder Jehmlich eine kleine Chororgel für die Chorempore, die hauptsächlich zum Continuospiel bei den Aufführungen, die von der Chorempore aus stattfinden, genutzt wird. Heutzutage ist dieses in den Kantatengottesdiensten der Fall. Das Instrument wurde 2004 durch Jehmlich Orgelbau Dresden renoviert und geringfügig umdisponiert.

Die Chororgel wurde von der Gemeinde verkauft !!


Disposition der Chororgel

Manual (C-f’’’) Pedal (C-d°)

Holzgedackt/Nachthorn 8’

Subbass 16'
Spitzgedackt 8'
Prinzipal 4' Pedalkoppel
Rohrflöte/Blockflöte 4'
Sitzoktave/Waldflöte 2'
Sesquialter 2fach
Mixtur 2-3fach

Verschließbare Flügeltüren

Die Geschichte der Kreuzkirche

Die Dresdener Kreuzkirche ist die evangelische Hauptkirche der Stadt Dresden. Sie kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.

Bereits 1215 unter dem Namen Nikolaikirche gegründet, wurde sie 1388 als Kreuzkirche neu geweiht.
Durch Brand- und Kriegseinwirkungen ist sie mehrfach zerstört und danach immer wieder erneuert worden. In ihr wurde 1539 der erste lutherische Gottesdienst in Dresden gehalten.

Durch ihre zentrale Lage auf dem Altmarkt, direkt neben dem Rathaus, ihrem einmaligen Charakter und ihre vielfältigen Angebote ist sie zu einem bedeutenden geistlichen und musikalischen Zentrum Dresdens geworden. So hat sie auch Anteil an der gegenwärtigen Entwicklung und war für Dresden in der Wendezeit 1989 ein Symbol für die politische Umgestaltung.

Auch als Zentrum des kirchenmusikalischen Schaffens hat die Kreuzkirche über Jahrhunderte ihre Stellung behauptet und fühlte sich stets der Pflege der geistlichen Musik aus Vergangenheit und Gegenwart verpflichtet.

Seit fast 800 Jahren ist sie Heimstatt des Dresdner Kreuzchores. Dieser auch international hochgeachtete Knabenchor pflegt neben seinen liturgischen Aufgaben in den Gottesdiensten und Vespern sowohl das geistliche chorsinfonische Schaffen als auch den A-cappella-Gesang. Angeregt durch das Wirken des über vier Jahrzehnte tätigen Kreuzkantors Rudolf Mauersberger (1930-1971) widmet er sich vornehmlich der Pflege des musikalischen Nachlasses des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz.

Orgelkonzerte auf der Jehmlich-Orgel sind ein weiterer bedeutender Bestandteil des weitgefächerten musikalischen Angebotes der Kreuzkirche.

Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde die Kreuzkirche provisorisch instandgesetzt und konnte 1955 wieder eingeweiht werden. Zunächst stand die äußere Rekonstruktion im Vordergrund. Die nur als Provisorium gedachte Gestaltung des Innenraums ist einzigartig und hat sich inzwischen in Ihrer Schlichtheit als bewahrenswert erwiesen. Es wurden aber immer stärker die baulichen Provisorien und ihre Mängel sichtbar. Hinzu kamen ganz normale Verschleißerscheinungen. Aus diesen Gründen war es dringend erforderlich, u.a. den Putz, die Heizung, die Elektrik, den Fußboden und das Gestühl zu erneuern. Im Zuge dieser Erneuerungen bot sich an, gewisse architektonische Unzulänglichkeiten mit zu beseitigen. Dies betraf vornehmlich den Altarraum und die Orgelempore.

Für diese Vorhaben waren und sind erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, die die Kräfte der Kirchgemeinde weit überschreiten. Daher hat sich im Dezember 1995 ein "Förderverein Dresdner Kreuzkirche e.V." gegründet. Er möchte viele Mitglieder dafür gewinnen, dass die Kreuzkirche saniert und weiterhin ihrer Bedeutung gerecht wird.

Kreuzorganisten

Das Amt des Kreuzorganisten ist eines der traditionsreichsten seiner Art. Die Nachrichten über die Organisten an der früheren Nikolai- und heutigen Kreuzkirche reichen bis in das Jahr 1370 zurück und gehören somit zu den ältesten Zeugnissen über Organisten überhaupt. Die einstige Nikolaikirche wurde im Mittelalter wegen des in ihr aufbewahrten und verehrten Partikels des Kreuzes Christi in Kreuzkirche umbenannt. Bereits im Mittelalter wirkten zwei Musiker an der Kirche, Kantor und Organist. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten. Die meisten Kreuzorganisten blieben bis zu ihrem Tode im Amt.

Viele Kreuzorganisten, aber auch Kreuzkantoren waren auch als Orgelkomponisten bekannt, so z. B. August Gottfried Homilius, Gustav Adolf Merkel, Herbert Collum oder Michael Christfried Winkler. Andere hingegen waren für ihre Improvisationskunst berühmt wie etwa Alfred Sittard, der auch wesentlich zur frühen Verbreitung des Orgelwerks von Max Reger beitrug. Merkel war wohl außerdem der erste „ökumenische“ Organist: Neben seinem Amt als Kreuzorganist erhielt er später zusätzlich das des Organisten an der katholischen Hofkirche. Orgelkonzerte und die musikalischen Vespern der Kreuzkirche haben ebenfalls bereits seit Jahrhunderten eine feste Tradition und das schon zu Zeiten, in denen solche Veranstaltungen noch unüblich waren.

Heutiger Kreuzorganist ist Holger Gehring.

Holger Gehring

Der Förderverein,

der die Kreuzkirchgemeinde bei der großen Aufgabe der Innensanierung unterstützt, bietet Ihnen dazu folgende Möglichkeiten an:

1. Werden Sie Mitglied des Fördervereins und/oder werben Sie für Ihn.
2. Spenden Sie für die Innensanierung der Kreuzkirche und/oder werben Sie dafür.
3. Besuchen Sie die Benefizkonzerte des Fördervereins und/oder werben Sie dafür.
4. Kaufen Sie die in der Kirche angebotenen Souvenirs.

Im Ergebnis der vorliegenden abgeschlossenen Planung durch die Architektengemeinschaft Kulturbauten Dresden (Dipl.-Ing. Albert und Dipl.-Ing. Seidlitz) werden für die Innensanierung mehr als fünf Millionen Euro benötigt. Davon sind über vier Millionen Euro in bisher drei von vier Bauabschnitten bereits verbaut worden.

Der erste Bauabschnitt (Sanierung des Altarbereiches, Ausbau des Kellergeschosses zu Funktions- und Sozialräumen, Restaurierung des Altarbildes) wurde im Zeitraum April bis November 2001 abgeschlossen.
Allerdings verursachte die Beseitigung der Hochwasserschäden vom August 2002 im Keller zusätzliche Kosten.
Im Jahre 2002 wurde aus dem 2. Bauabschnitt zunächst die Orgelempore mit Westwand saniert. Damit verbunden waren die bereits überfällige Reinigung und Überholung der großen Jehmlich-Orgel und der Neuaufbau der Chorempore.
Im Jahre 2003 ist im Rahmen des 2. Bauabschnittes die Sanierung des Hauptschiffes sowie der Emporen vorgenommen worden. Darin eingeschlossen war die Sanierung der zugehörigen Außenfenster mit ihren Laibungen. Außerdem wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik durchgeführt.
Es folgte im Jahre 2004 im 3. Bauabschnitt die Sanierung der Seitenschiffe, die Erneuerung der Bodenbereiche des Kirchenschiffes einschließlich des Einbaues einer Luftheizung sowie die Rekonstruktion und Erweiterung des Altar-Fußbodens mit Einbau einer Fußbodenheizung. Die Installation des kombinierten Lüftungs-Heizungs-Systems wurde abgeschlossen.
In den Jahren 2005 und 2006 konnte die Erneuerung des Kirchengestühls im Schiff vorgenommen werden.

Es verbleiben noch folgende zu realisierende Vorhaben, die bis zum Deutschen Evangelischen Kirchentag im Jahr 2011 in Dresden abgeschlossen werden sollen:

- Sanierung der beiden Kapellen und der Sakristeien
- Sanierung der Treppenhäuser und des Turmbereiches
- Erneuerung des Glockenstuhls
- Erneuerung der restlichen gebäudetechnischen Ausrüstungen

Sämtliche finanziellen Eigenmittel wurden durch die bisherigen Baumaßnahmen aufgebraucht. Die Realisierung der weiteren Vorhaben ist allein vom Spendenaufkommen abhängig.

Der Vorstand dankt Ihnen im Voraus für Ihre Unterstützung.

Anschrift des Pfarramts

Pfarramt der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas Dresden
Musikbüro der Kreuzkirche Dresden
An der Kreuzkirche 6
01067 Dresden

Telefon: 0351/4393939

Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde - Ev.-Luth. Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas Dresden (F. Walther)
Fotos: Kreuzkirche Dresden
OI-D-2 - letzte Bearbeitung: 12.02.2026
weiterführende Links:

Webseite Kreuzkirche Dresden
Webseite der Kirchengemeinde