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Die Orgeln in St. Matthäus München

Disposition der Moser-Orgel

Informationen zur Steinmeyer-Orgel
Disposition der Steinmeyer-Orgel

Kontakt

Disposition der Moser-Orgel

erbaut 1925 durch Orgelbaumeister Albert Moser

Manual I C-g3 Manual II im Schwellwerk C-g4 Manual III im Schwellwerk C-g4 Pedal C-f1
Prinzipal 16' Rohrflöte 16' Stillgedeckt 16' Majorbaß 16'
Großbourdon 16' Salicional 8' Alphorn 8' Kontrabaß 16'
Prinzipal 8' Philomela 8' Viola di Gamba 8' Subbaß 16'
Viola baritona 8' Unda maris 8' Aeoline 8' Echobaß kombiniert 16'
Dolce 8' Dulciana 4' Vox coelestis 8' Oktavbaß 8'
Hohlflöte 8' Flöte pastoralis 4' Soloflöte 8' Cello 8'
Gedeckt 8' Sifflet 2' Quintatön 8' Gedecktbaß 8'
Rohrflöte 4' Harm. äthera 3fach 2 2/3' Prestant 4' Choralbaß 4'
Oktav 4' Klarinett 8' Gemshorn 4' Feldflöte 2'
Spitzflöte 2'   Mixtur major 6fach 2 2/3' Quintbaß 5 1/3'
Oktav 2' Positiv nicht im Schwellwerk Mixtur minor 5fach 2/3' Rauschbaß 5fach 3 1/5'
Quint 2 2/3' Prinzipalino 8' Rankett 16' Bombard 16'
Terz 3 1/5' Nachthorn 8' Waldhorn 8' Trompete 8'
Mixtur 4fach 2' Lieblich gedeckt 8' Zink 4' Clarine 4'
Zimbel 3fach 1' Fugara 4' Tremolo III. Manual Großsorduen 32'
Kornett 2-5fach 8' Nasard 2 2/3'    
Feld-Trompete 8' Larigot 2fach 2' Echo besonderer Schweller  
Piston 4' Mixtur 3fach 1 1/3' Echobourdon 8'  
  Bassethorn 8' Fernflöte 4'  
  Tremolo II. Manual Schnabelflöte 2'  
    Quintflöte 2 2/3'  
    Terz 1 3/5'  
    Septime 1 1/7'  
    None 8/9'  
    Oboe 8'  
    Vox humana 8'  
    Aeolsharfe 4'  
    Tremolo Echo  

Koppeln:
II/I; III/I; III/II; I/P; II/P; III/P;
Super II; Super II/I; Sub II/I; Super III; Super III/I; Sub III/I; Super III/II; Sub III/II
Normalkoppeln als Tritt und Knopf wechselwirkend

Spielhilfen:
Autom. Pedalpiano an
I. freie Kombination
II. freie Kombination
III. freie Kombination
Freie Kombination im Manual I
Freie Kombination im Manual II
Freie Kombination im Manual III
Freie Kombination im Pedal
Forte als Tritt
Tutti als Tritt
Generalkoppel als Tritt
Normalkoppeln als Tritt
Oktavkoppeln als Tritt
Handregister frei
Generalzungen ab
Zungen einzeln ab (13 Züge)
I. Manual ab
16' Manual ab
Mixturen ab
16' Pedal ab
Bässe ab
Normalkoppeln ab
Suboktavkoppeln ab
Superoktavkoppeln ab
Walze mit Handhebel
Balanciertritt II
Balanciertritt III
Balanciertritt Echo
Zeiger für Walze
Zeiger für Jalousie II
Zeiger für Jalousie III


Quelle: Bericht "Die neue Orgel der Matthäuskirche in München" von Friedrich Högner, Regensburg
Zeitschrift für Instrumentenbau, 47/23 (Leipzig, 1.9.1927), S. 1043-1045.

Informationen zur Steinmeyer-Orgel

Der Vorläufer der heutigen evangelischen Bischofskirche St. Matthäus war ein klassizistischer Bau, den Johann Nepomuk Pertsch 1833 als ersten protestantischen Kirchenneubau an der Sonnenstraße in der Nähe des Karlsplatzes errichtet hatte und der im Juni 1938 der nationalsozialistischen Stadtplanung zum Opfer fiel. 1939 erhielt die Gemeinde im Tausch das Grundstück am Sendlinger Tor, auf dem Gustav Gsaenger von 1953 bis 1955 die heutige Kirche baute, die zu den bedeutendsten Denkmälern der Nachkriegsmoderne in Deutschland zählt.

Die von 1955 bis 1963 als op. 1900 von der Firma Steinmeyer (Oettingen) erbaute Orgel (Disposition: Landeskirchenmusikdirektor Friedrich Högner, Prospektgestaltung: Gustav Gsaenger) mit 65 Registern, verteilt auf 4 Manuale und Pedal, wurde von Gerald Woehl (Marburg) ab 2013 in mehreren Bauabschnitten renoviert und erweitert. Mit dem Wiedereinbau des Positivs wurde die Restaurierung des alten Pfeifenbestands 2017 abgeschlossen. Dazu kamen zahlreiche neue Register in Haupt- und Oberwerk und technische Verbesserungen, vor allem ein neuer, innovativer Spieltisch der Firma Eisenschmid (Andechs). Für das 1. und 2. Manual wurde eine mechanische Traktur angehängt.

2021 konnte unter Verwendung eines Instruments von 1910 hinter dem stummen Prospekt rechts oberhalb der Kanzel ein Fernwerk eingebaut werden, so dass die Orgel mit den bisher realisierten Erweiterungen nunmehr 103 Register umfasst (inklusive 2 Vorabzüge, 2 Extensionen und 11 Transmissionen).

Neben der Restaurierung des alten denkmalgeschützten Spieltisches und dem Einbau einiger zusätzlicher Register und eines Zimbelsterns ist zur Vollendung des zukunftsweisenden Orgelprojekts noch die Hinzufügung von Glocken im Fernwerk und des am neuen Spieltisch vorgesehenen französischen Récits nötig.
Disposition der Steinmeyer-Orgel

erbaut 1955-1963 Orgelbau Steinmeyer, Oettingen, op. 1900
Renovierung/Erweiterung 2013 durch Orgelbau Woehl

I Hauptwerk II Oberwerk III Schwellwerk IV Positiv Pedal
Prinzipal 16' *Quintatön 16' Rohrgedackt 16' Singend Gedackt 8' *Groß Bordun 32'
*Bordun 16' Harfenprinzipal 8' Prinzipal 8' Dulzflöte 8' Prinzipal 16'
Metallprinzipal 8' *Gemshorn 8' Hohlflöte 8' Praestant 4' Subbaß 16'
Rohrflöte 8' Holzgedackt 8' Lieblich Gedackt 8' Nachthorn 4' *Gedacktbaß 16'
*Violoncello 8' Quintade 8' Weidenpfeife 8' Oktave 2' Quintade 16'
Silbermanngamba 8' *Unda maris 8' Oktave 4' Oktävlein 1' Groß Quinte 10 2/3'
Oktave 4' Weitprinzipal 4' Koppelflöte 4' Sesquialtera 2f. Oktavbaß 8'
Kleingedeckt 4' Holzflöte 4' Quinte 2 2/3' Scharfcymbel 4f. 2/3' Gedecktbaß 8'
*Quint Nasard 2 2/3' *Sesquialtera 2f. Waldflöte 2' Rankett 16' *Violoncello 8' **
*Kornett 3-5f. Prinzipal 2' Terz 1 3/5' Vox humana 8' Hohlflöte 4'
*Oktave 2' *Oktave 2' Flageolett 1' Tremulant Rohrpfeife 2'
Schwiegel 2' Gemshörnlein 2' Plein jeu 5-6f. 2'   Choralbaß 4'
Rauschflöte 4f. 2 2/3' Quintlein 1 1/3' Glockencymbel 3f. 2'   Hintersatz 4f. 2 2/3'
*Mixtur 4f. 2' *Mixtur 4f. 2' Englisch Horn 16'   Oktavmixtur 2f. 2'+1'
*Cimbel 3f. 1 1/3' Zymbel 3f. 1/6' Oboe 8'   Sordun 32'
Mixtur 5f. 1 1/3' Scharfmixtur 5f. 1/2' Zink 4'   Posaune 16'
*1. Trompete 16' *Fagott 16' Tremulant   *Fagott 16' **
*1. Trompete 8' *Fagott 8'     Sordun 16' **
2. Trompete 16' Trichterregal 8'     2. Trompete 8'
2. Trompete 8' Kopftrompete 4'     *Fagott 8' **
  Tremulant     Clarine 4'
        *Cornetto 4' **
        *Cantus 2' **
        Tremulant

Fernwerk ** (schwellbar) Pedallade Fernwerk
Bordun 16' Bordun 32
Geigenprinzipal 8' Bordun 16
Flauto amabile 8' Gedackt 8
Salicional 8' Flöte 4
Echobordun 8'  
Echogambe 8'  
Vox angelica 8'  
Fugara 4'  
Dolce 4'  
Vox humana 8'  
Tremulant  

Koppeln:
IV/III, IV/II, IV/I, III/II, III/I, II/I, IV/P, III/P, II/P, I/P
FW/IV, FW/III, FW/II, FW/I
Sub IV/IV, Sub IV/III, Sub IV/II, Sub IV/I, Sub III/III, Sub III/II, Sub III/I, Sub II/II, Sub II/I, Sub I/I
2 Balanciertritte für Schwellwerk und Fernweerk
Crescendo-Walze (3fach programmierbar)
4 Pistons für die Pedalkoppeln
Pistons für Crescendo und Tutti
Pistons für den Sequenzer (2 vorwärts, 1 rückwärts)
3 feste Kombinationen (Pleno 1, 2 und 3 – programmierbar) Setzeranlage mit 11264 Kobinationen
Sequenzer, USB-Anschluss
MIDI-Anschluss

* neue Register von Gerald Woehl
** Pedaltremulant

Kontakt

St. Matthäus München
Pfarrbüro
Nußbaumstraße 1
80336 München

E-Mail: pfarramt.stmatthaeus.m(at)elkb.de

mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde (Armin Becker)
Fotos: Armin Becker
Fotos Moser-Orgel: © Monacensia
OI-M-69 - letzte Bearbeitung: 22.10.2026

weiterführende Links:

Webseite der Kirchengemeinde