Daniel Kunert - Musik-Medienhaus
Das Portal der Königin

- Startseite - Orgeln - Papenburg - St. Antonius


Die Orgel in St. Antonius Papenburg

Monumentale Wunderorgel
Disposition

Kontakt

Monumentale Wunderorgel

Die Walcker-Orgel der St.-Antonius-Kirche in Papenburg gilt als eine der wichtigsten Orgeln der 1920er-Jahre. Experten betrachteten sie aufgrund ihres sinfonischen Klangs seinerzeit als "Wunderorgel". Im Jahre 2027 werden wir das 100-jährige Jubiläum der Walcker-Orgel mit besonderen Konzerten, Veranstaltungen und einer lohnenswerten Festwoche begehen und zudem zwei oratorische Chor- und Orchesterkonzerte mit dem Antoniuschor Papenburg veranstalten: Haydns Schöpfung und Bachs Weihnachtsoratorium.

Wie alles begann…
Konzipiert und gefertigt wurde das monumentale Instrument im Jahr 1927 von der Firma Walcker aus Ludwigsburg. In den 99 Registern der Orgel erklingen 7245 Pfeifen. Bespielt wurde sie bis zum Jahr 2001 im Konzertsaal des Hans-Sachs-Hauses in Gelsenkirchen. Der Neubau des in die Jahre gekommenen Verwaltungssitzes sah indessen keinen Konzertsaal mehr vor. So lagerte die Stadt Gelsenkirchen die Walcker-Orgel nach einer umfassenden Restaurierung auf Grundlage der Originalpläne bei der Orgelbaufirma Seifert in Kevelaer am Niederrhein ein.

Fast zwei Jahrzehnte währte dort der Dornröschenschlaf, bis die St.-Antonius-Kirchengemeinde Interesse an dem Instrument bekundete. Im Mai 2017 beschloss der Stadtrat Gelsenkirchen den Verkauf für den symbolischen Preis von einem Euro nach Papenburg. Für die Installation der Walcker-Orgel, die Mitte des Jahres 2018 mit baulichen Vorarbeiten anlief, muss die Kirchengemeinde mehr als eine Millionen Euro aufbringen.

Der Aufbau
Der Aufbau erfolgte durch Orgelbau Seifert aus Kevelaer. Die künstlerische Gestaltung mit zeitgenössischem, pfeifenlosen Prospekt durch Architekturbüro Königs, Köln, nimmt Bezug auf die ursprüngliche Situation im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus. Die silberfarbenen, zu den Schallöffnungen aufgebogenen, Lamellen bewirken eine changierende Reflexion des einstrahlenden Lichtes und zeichnen die Grafik von Schallwellen nach.

Die Walcker-Orgel opus 2150
Erbaut für das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen wurde die Orgel 1927 durch die renommierte Orgelbaufirma Walcker in Ludwigsburg. Mit 92 Registern, die sich auf Hauptorgel und Fernwerk aufteilten, und einem außergewöhnlich rationalem Klangkonzept, welches den Stil der Spätromantik mit dem der frühen Orgelbewegung verknüpfte, wurde sie damals als Wunderorgel tituliert.
Die reiche Konzertgeschichte ist auf www.walcker-orgel-gelsenkirchen.de lückenlos dokumentiert, ebenso die Baugeschichte. In den 1990er-Jahren richtete die Stadt Gelsenkirchen einen Orgelwettbewerb aus, der schnell internationales Renommee erlangte.

Die Baugeschichte
Die Orgel wurde mehrmals umgestimmt, später das Fernwerk aufgegeben, die Hauptorgel um „aufhellende“ Stimmen minderer Qualität ergänzt. Ein moderner Spieltisch in nüchterner Ästhetik ersetzte den ursprünglichen. Ein sukzessiver Umbau auf Schleifladen führte zu erheblichen Klangeinbußen. Firma Seifert erhielt Anfang der 2000er-Jahre den Auftrag zur Rekonstruktion des Originalzustands.

Der Bestand
Vollständig erhalten ist das Pfeifenwerk der Hauptorgel von 1927. Das Fernwerk wurde 2005 nach Originalplänen rekonstruiert, ebenso die Windladen. Der konstruktive Aufbau in Papenburg ist neu. Die Anlage besteht aus der dreiteiligen Hauptorgel und dem als Chororgel umgewidmeten Fernwerk im südlichen Querschiff. Das davor platzierte vierstufige Podest bietet ausreichend Platz für die Chöre. Für den neuen, technisch und ergonomisch zeitgemäßen, Spieltisch sind drei Anschlussmöglichkeiten zu ebener Erde vorgesehen. Die rechnergesteuerte Ansteuerung geschieht über Glasfaser. Je nach Anlass kann der Spieltisch ganz vorne, mittig am Taufbecken, seitlich an der Chororgel oder hinten nahe der großen Orgel aufgestellt werden. Er zitiert in seiner Ästhetik historische Walcker-Spieltische der 1910-er und 1920-er Jahre. Das ermöglicht gute Abhörbarkeit und Kontrolle der Klangbalance.

Der Förderverein
Der Förderverein Musik in St. Antonius e.V. unterstützt als gemeinnütziger Verein die musikalische Arbeit in der Pfarrei St. Antonius in Papenburg und übernimmt die Planung, Organisation und Finanzierung der Konzerte.
Seit dem Eröffnungskonzert für die Walcker-Orgel am 09. September 2021 in unserer Pfarrei mit dem renommierten Konzertorganisten Christian Schmitt aus Stuttgart und dem Münchener Bläserensemble German Brass ist es das Ziel des Fördervereins, jeden Monat ein besonderes Konzert zu bieten und hierfür eine solide finanzielle Basis zur Verfügung zu stellen.
Im Mittelpunkt der Konzerte steht die Walcker-Orgel opus 2150, die ursprünglich 1927 für das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen erbaut wurde. Doch auch die Chormusik, bei der nicht nur gemeinsam mit unserer wunderbaren Orgel, sondern auch a cappella, mit kleinen Ensembles oder großen Orchestern musiziert wird, hat in unserer Pfarrei einen bedeutenden Stellenwert.

Dank der Spenden und Mitgliederbeiträge können fast alle Konzerte ohne Eintritt angeboten und finanziert werden. Unterstützen Sie den Förderverein durch Ihre Spende oder werden Sie Mitglied. Mit nur 24€ im Jahr sind Sie dabei!

Disposition 2020

E.F. Walcker & Cie., Ludwigsburg: Gelsenkirchen, Konzertsaal des Hans-Sachs-Hauses, 1927, op. 2150
Orgelbau Seifert, Kevelaer: Restaurierung und Rekonstruktion Fernwerk, 2007; Papenburg, St. Antonius, 2020

I Hauptwerk
C-c4
II Schwellwerk
C-c5
III Schwellwerk
C-c5
IV Schwellwerk
C-c4
Pedal
C-g1
1 Principal 16'
C-H neu 2020
18 Gedackt 16' * 36 Gambe 16' * 52 Nachthorn 16' 83 Untersatz 32'
C-H, c0-g1 Ext. 87
2 Weitprincipal 8'
C-H aus 3
19 Flötenprincipal 8' *
C-H aus 20
37 Celloprincipal 8' * 53 Starkprincipal 8' 84 Obertöne 32' 10 2/3' + 6 2/5'
3 Principal 8' 20 Konzertflöte 8' * 38 Gedackt 8' * 54 Viola di Gamba 8' 85 Kontrabass 16'
4 Fugara 8' 21 Quintatön 8' 39 Gemshorn 8' *
C-H aus 38
55 Doppelflöte 8' 86 Flötenbass 16'
5 Bordun 8' 22 Salicional 8' * 40 Viola 8' * 56 Gedacktquinte 5 1/3' 87 Subbass 16'
6 Rohrflöte 5'
C-H aus 5
23 Unda Maris 2' *
ab c0
41 Voix céleste 8' *
ab c0
57 Praestant 4' 88 Salicetbass 16'
TM 36
7 Dulciana 8' 24 Principal 4' 42 Geigenprincipal 4' 58 Kleingedackt 4' 89 Sanftbass 16'
TM 52
8 Octave 4' 25 Nachthorn 4' 43 Quintatön 4' 59 Gemshornterz 3 1/5' 90 Obertöne 16'
TM 56 + 59
9 Blockflöte 4' 26 Spitzflöte 4' 44 Querflöte 4' 60 Groß-Mixtur 5fach 2'
neu 220
91 Oktavbass 8'
10 Quinte 2 2/3' 27 Quintflöte 2 2/3' 45 Gemshornquinte 2 2/3' 61 Klein-Mixtur 4fach 1'
neu 2020
92 Violoncello 8'
TM 37
11 Octave 2' 28 Bachflöte 2' 46 Schwiegel 2' 62 Groß-Kornett 1-8fach 16'
C-H aus 58
93 Bassflöte 8'
TM 55
12 Kornett 1-5fach 8'
ab dis0
29 Terzflöte 1 3/5' 47 Progressio harm. 3-5fach 2' 63 Fagott 16' 94 Choralbass 4'
13 Groß-Mixtur 5fach 2'
TM IV
30 Quinte 1 1/3' 48 Dulcian 16' * 64 Posaune 8' 95 Pedalmixtur 4fach 2 2/3'
14 Mixtur 2-5fach 1 1/3' 31 Septime 1 1/7' 49 Oboe 8' * 65 Trompete 4' 96 Kontrabasstuba 32'
C-H, c0-g1 Ext. 97
15 Klein-Mixtur 4fach 1'
TM IV
32 Sifflöte 1' 50 Krummhorn 8' 66 Celesta 97 Basstuba 16'
16 Cymbel 3fach 1' 33 Großcymbel 4-7fach 1 1/3' 51 Geigenregal 4' Tremulant 98 Dulcianbass 16'
TM 48
17 Tuba 8' 34 Rankett 16' * Tremulant   99 Bassposaune 8'
  35 Klarinette 8'     100 Basstrompete 4'
TM 65
  Tremulant     101 Singend Cornett 2'
         
  II Fernwerk
Chororgel C-c5, neu 2007
III Fernwerk
Chororgel C-c4, neu 2020
  Pedal Fernwerk
Chororgel C-g1
  67 Quintatön 16' * 76 Viola 8'   79 Subbass 16'
C-h, c0-g1 aus 81, neu 2020
  68 Hellprincipal 8' * 77 Seraphongedackt 8'   80 Choralbass 8'
TM 68
  69 Echobordun 8' * 78 Querflöte 4'   81 Gedacktbass 8'
neu 2020
  70 Vox angelica 8' *
ab c0
Tremulant   82 Horn 16'
C-H 2007, c0-g1 TM/Ext aus 74
  71 Gemshorn 4' *      
  72 Flageolet 2' *      
  73 Glockenton 2-4fach 1' *      
  74 Horn 8' *      
  75 Vox humana 8' *      

* ausgebaut bis c5

Stehende Taschenladen, elektrische Traktur

Koppeln:
Unter IV / Ober IV / Unter III / Ober III / IV-III / Unter II / Ober II / III-II / IV-II / Ober I / II-I / III-I / IV-I / Ober II-I / Unter III-I / Ober III-I / Unter IV-I / Ober VI-I / I-P / II-P / III-P / IV-P / Ober IV-P

Koppeln/Spielhilfen:
Aut. Piano Pedal II / Aut. Piano-Pedal III / Aut. Piano-Pedal IV
Unter FW III / Ober FW II / FW III-II / Uner FW III-II / FW Frontschweller zu / FW II-P / FW III-P / Ober FW III-P
FW-P / FW-I / FW-II / FW-III / FW-IV
Crescendowalze ein/aus / Sequenzer vor/rück / Tippsequenzer ab / Registerfessel

Kontakt

Förderverein Musik in St. Antonius e. V.
Kirchstraße 14
26871 Papenburg

E-Mail: info@kirchenmusik-papenburg.de

mit freundlicher Genehmigung des Förderverein Musik in St. Antonius e. V.
Fotos: Anna Siebert / Jochen Stüber
OI-P-28 - veröffentlicht: 18.08.2026
weiterführende Links:

Infos zu Konzerten, Verein, Orgel und Chören erhalten Sie auf der Website www.kirchenmusik-papenburg.de
oder den sozialen Netzwerken Instagram, Facebook und WhatsApp

Webseite der Kirchengemeinde