Die Orgel im Jahr 2025
Die Orgel in der Kirche zu Dranse wurde 1892 vom Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller erbaut. Sie steht auf der Westempore der 1861 erbauten, für ländliche Verhältnisse großen und geräumigen und Dorfkirche.
Die Orgel besitzt neun Register auf einem Manual und Pedal. Das Gehäuse besitzt den „romanischen Stil“ (Lütkemüller). Der Orgelbauer fertigte bald nach Beginn seiner Selbständigkeit 1844 zwei Gehäuseentwurfe, die er den Auftraggebern zur Auswahl vorlegte. Neben der hier in Dranse realisierten romanischen Front war das die viel häufiger gebaute gotische Fassade.
Die Entscheidung für die romanische Prospektfassade in Dranse war richtig, sie wirkt im Raum stimmig.
Die Orgel ist in allen ihren Teilen unverändert erhalten. Sie ist nicht durch massive oder grobe Einflüsse verletzt. Sie ist jedoch nicht spielbar und in vielen Teilen stark beschädigt. Ursachen sind ein sehr langer Stillstand der Orgel und ein über viele Jahre negativ auf die Orgel wirkendes Raumklima, bis hin zu Wassereinbruch in die Orgel aufgrund des defekten Daches.
Die Kirche ist in all ihren Bereichen saniert. Einer Orgelrestaurierung steht also nichts im Wege.
Sie ist mehr oder weniger eine Fleißarbeit und braucht eine Werkstatt, die Erfahrungen im Umgang mit diesen Orgeln hat. Die Orgel muss zerlegt und in allen ihren Teilen eingehend restauriert werden.
Die Untersuchung zeigte, dass am Klang des Instrumentes – an der Intonation – in all den vergangenen Jahren nicht manipuliert wurde, sie also einen hohen Wert besitzt.
Autor: Friedrich Drese
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde |