Cello trifft Orgel
Konzertreihe „Dimension Domorgel“ mit Eckart Runge
Zu einem frühlingshaften Konzert lädt Domorganist Sebastian Küchler-Blessing am Mittwoch, 29. April, um 19.30 Uhr in den Essener Dom ein. In der Reihe „Dimension Domorgel“ verbindet er bei diesem Konzert unter der Überschrift „Cello furioso“ die Musik der Rieger-Orgel im Dom mit den Klängen des Cello-Professors Eckart Runge, einer der bedeutendsten Kammermusiker der Gegenwart.
Gemeinsam musizieren Runge und Küchler-Blessing romantische Werke wie Schumanns Fantasiestücke, ein „Prière“ von Saint-Saëns oder Mahlers „Ich bin der Welt abhanden gekommen“. Zudem spannen sie den Bogen von Orgel- und Cellowerken Johann Sebastian Bachs zu südamerikanischen Klängen: Mit „Milona del Ángel“ von Piazzolla gibt es Tango nuevo im jahrhundertealten Kirchenbau zu erleben, während Heitor Villa-Lobos in der Ária aus den „Bachianas Brasileiras“ brasilianische Straßenmusik mit Bach zusammenbringt.
Eckart Runge wurde als Gründungsmitglied des Artemis-Quartetts mit Schallplattenpreisen wie dem ECHO-Klassik oder dem Grammophone Award ausgezeichnet. Nach 30 Jahren als Cellist dieses weltweit konzertierenden Ensembles geht er eigene künstlerische Wege. Dabei zeugen künstlerische Porträts in der Elbphilharmonie oder beim Carinthischen Sommer von der Visionskraft seiner Grenzgänge zwischen musikalischen Genres. Nach seiner Lehrtätigkeit an der UdK Berlin lehrt Eckart Runge seit drei Jahren Streicherkammermusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Bereits im Studium hatten Preise bei Stradivari Cremona, in Genf sowie beim ARD-Musikwettbewerb den Grundstein für seine Konzerttätigkeit gelegt.
Runge und Küchler-Blessing haben sich bei einem Kammermusikfest in der Elbphilharmonie kennengelernt. „Über das gemeinsame Musizieren dort hat sich der gegenseitige Wunsch entwickelt, dass wir einmal ausführlich miteinander arbeiten – und wo ginge das schöner als hier im Dom?“, sagt Küchler-Blessing. Er freut sich „auf diesen Abend zwischen Cello und Orgel, Barock und Tango – und auf den großartigen Eckart Runge.“
Für die Konzertgäste im Dom ermöglicht eine Videoübertragung, das Agieren der beiden Musiker auf der Orgelempore aus der Nähe mitzuerleben. Der Eintritt ist frei, nach Konzertbeginn ist kein Einlass mehr möglich. Nach dem Konzert bittet die Dommusik um Spenden. |